Donnerstag, 27. Dezember 2007

krank, schlafen, Pferde und gruene Tomaten

Schlafen, schlafen, schlafen!!! Tag und Nacht! Was anderes tu ich zur Zeit nicht wirklich, abgesehen von den paar wachen Stunden, die dazwischen sind.
Gestern hab ich es doch tatsächlich geschafft, 20 Minuten mit meinem Wau selber zu gehen und nicht jemand anderen zu schicken und den Käfig von meinem Paulekind sauber zu machen. Das reichte dann auch.
Völlig platt fiel ich wieder ins Bett zurück, konnte aber nicht wieder einschlafen, weil meine Kopfschmerzen mich fast um den Verstand brachten.
Kreislauf lässt zu wünschen übrig, Blutdruckmessgerät zeigt katastrophale Werte, bei denen ich im Krankenhaus, wo ich gearbeitet hab, jedesmal bei den Examinierten Alarm schlug, wenn ich solche Werte gemessen hatte bei einem Patienten. (<- gibt der Satz einigermaßen Sinn??!)
Obwohl, das ist heute zumindest etwas besser. Ich bin auch schon ganze 2 Stunden wach, obwohl ich schon wieder im Bett sitze und schlafen will. Geht aber nicht, gleich muss ich zu meiner Kerstin (klasse, Autofahren....) und die K.O.-Tropfen (pflanzlich) für meinen Wau abholen, die er Silvester bekommt.
Lustig ist, ich träume völlig wirr. Wieder mal mit Pferden und Ponies ohne Ende.
Da bin ich doch irgendwann (gestern? Kein Zeitgefühl.) auf meinem Pferd geritten, das doch schon im Februar acht Jahre tot ist. War das toll!! Auf dem Riesen (1,75 m) ohne Sattel und mit Einohrtrense. Der war ganz schön temperamentvoll. Ich wollte über die Hauptstraße drüber mit ihm, aber es kamen immer wieder Autos und wir mussten warten. Das passte ihm gar nicht und er zappelte vor und zurück und vor und zurück. Es war total matschig und er sackte immer wieder ein und fiel einmal sogar fast in eine Baustellengrube. Das war mir nicht geheuer und so ritt ich ein Stück weiter an der Straße entlang um sie an anderer Stelle zu überqueren. Dort standen wir nun wieder und warteten. Plötzlich schoß mein Pferd wie eine Rakete auf die Straße zu. Ich sah aus dem Augenwinkel, dass dort ein Auto nahte und konnte ihn gerade eben noch halten. Gott sei Dank, denn das Auto war ein Polizeiauto. Glück gehabt!
Aber juhujuhu, Goldi war da, ich bin Goldi geritten. Oh wie toll!
Früher war er ununterbrochen in meinen Gedanken. Tagsüber und nachts in meinen Träumen. Ich konnte es nicht fassen, dass wir ihn umbringen ließen. Ich wusste zwar, dass es für ihn das Beste war, aber ich konnte die Atmosphäre dort auf dem Schlachthof nicht abschütteln. Es war schrecklich, morgens in der Dämmerung und eine Stunde warten und Peng und tot und die abgesägten Vorderbeine und der Mann in dem weißen Kittel, der überall blutig war, und die Blutspritzer auf Goldis Halfter, das sie uns mit nach Hause gaben...
Danach in die Schule, wo man mich nach 2 Stunden Biounterricht wieder nach Hause geschickt hat. Die Tränen hier auf meinem Bett, ich konnte es nicht begreifen. Nachmittags zum Stall, wollte die Box leermachen, aber das hatten Monika und Tanja schon für mich gemacht. So betrat ich den Stall nicht und tat das auch die nächsten drei Monate nicht, obwohl meine Ma den kleinen Wallach vom Bauern gekauft hat, den ich so gern haben wollte. Ich konnte nicht hin. Nach drei Monaten kam ich nicht mehr drumherum. Ich wurde gezwungen. Gott sei Dank. Von da an war das Eis gebrochen, ich liebte dieses neue Pferd abgöttisch, wenn auch anders. Er war noch so jung, keine 3 Jahre alt... aber so ein süßes Schätzchen.
Von dem Moment an ließen die schmerzhaften Gedanken an Goldi immer mehr nach.
Das Leben geht immer irgendwie weiter, so ist das.
Um den absolut tollen Film "Grüne Tomaten" zu zitieren: "Gott schließt nie eine Tür, ohne eine andere zu öffnen."
Punkt!

Sadiie

Irgendland im Nirgendwo

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