Dienstag, 16. März 2010

Knäuel

Es gibt noch keine Worte, um das zu beschreiben, was in mir ist.
Ich bin so voll.
Ich bin so leer.
Irgendetwas frisst mich auf.
Irgendetwas liegt schwer auf mir und erdrückt mich.

Eigentlich hat mich das gestern Nacht schon erwischt. Ich war auf dem Heimweg und zuckelte die 224 entlang, da machte es *paaaaammms* und irgendwas hatte mir Beinchen gestellt, mich zu Fall gebracht und mir eins mit dem Hammer übergezogen.
Ich wusste gar nicht, wo das Problem liegt, bzw. ich wusste gar nicht, dass überhaupt irgendwo eines liegt. Tjoa, aber offentsichtlich lag da eins...

Getreu dem Motto "neuer Tag, neues Glück" beendete ich den alten Tag, um frisch und munter in den neuen zu starten. Naja, so war es zumindest gedacht.

Erstmal hab ich nämlich voll verschlafen und war alles, aber nicht munter und ausgeruht.
Was solls... neues Glück kann ja auch mal bissl verspätet auftauchen... dachte ich und startete wie gewohnt in den Tag.

Das Glück kam dann ja auch - aber ich glaube, das war defekt. Irgendwie hatte es einen Wackelkontakt, denn alle paar Stunden brach ich dann mal kurz heulend zusammen. Und dann plötzlich *pling* Glück wieder an. Und *pling* Glück wieder aus. Und an und aus...
Garantie ist leider nicht drauf. Was man hat, das hat man, so oder so.

So, nu stehe ich also vor einem riesigen Knäuel aus irgendwas undefinierbarem, dass da irgendwo im argen liegt und hab keine Ahnung, wo ich anfangen soll, zu sortieren.
Wie auch. Ich weiß ja nicht mal, woraus es besteht.

Ich bin schon soweit, dass ich weiß, dass es nicht ein großes Knäuel ist, sondern viele kleine, die sich lustig verknotet haben um mir einen Streich zu spielen.
Klar, man muss ja was zu tun haben. Nur Außenarbeit bringts nicht - Innenarbeit rulez.
Aber es gibt nichts, was sich nicht entknäueln lässt - und wenn ich das Ding mit einer Schere massakrieren muss.

Irgendwann heute hab ich innegehalten. Ich glaube, dass war nach meinem Besuch mit Brudi (welch Goldstück meiner Kleiner doch ist) bei McDonald's war. Oder währenddessen, als er unser Futter holte, aber das tut ja auch eigentlich nichts zur Sache. Jedenfalls hab ich mir da gedacht "bleib mal stehen, dreh dich mal um und siehe und staune". Und ich blieb stehen, drehte mich um und sah und staunte.

Eigentlich nämlich ganz einfach. Während ich noch vor einigen Jahren erst den Umgang mit Knäueln lernen musste und vor Schreck meist in Ohnmacht fiel, wenn eines auftauchte, habe ich heute doch ein bisschen mehr Ruhe dabei.
"Oh ein Knäuel - ja wo kommst du denn her? na was bist du denn für eineshm? Zeig mal. tjoa, Knäuel, ich und du, da sid wir nu, was fangen wir zwei Hübschen denn miteinander mal an? welche Überraschungen und Erkenntnisse hälst du denn für mich bereit, hm? Zeig doch mal, lass dich mal anschauen." Najaaa, diese Ruhe ist nicht die Regel, aber immer mal wieder lässt sie sich sehen.

Und im Grunde genommen ist es doch wirklichwirklichwirklich einfach. Ein Knäuel ist nicht nur schlimm und ein mittelschwerer Weltuntergang.
Man muss nur mal hinschauen. Wieviel man lernen kann, über sich, über die andren, über das Leben, über die Welt.
Ohne Fleiß kein Preis, hat meine Oma schon immer gesagt.

Das, was das Knäuel mir schon über mich gezeigt hat heute, hat noch keine Worte, die es beschreiben könnten. Aber im abstrakten Denken, weiß ich was Teile davon sind.
Was mir aber auch klar geworden ist: Das Teil hat nicht oberste Priorität.
Es ist in Ordnung, sich ihm immer mal wieder zu widmen, in einer ruhigen Minute oder wenn es unkontrolliert über mich drüber rollen will, aber ansonsten ist es nur ein Knäuel, das nicht zu einem vorgeschriebenem Termin entwirrt und sortiert sein muss.

Und just in diesem Moment hat sich von ganz allein ein weiterer Knoten gelöst.

Ich fühl mich, als würd ich beim Meditieren gerade das Schweben anfangen. Es gibt alles Sinn :)

In diesem Sinne ein entspanntes Gute-Nacht-Welt von einer Sadie, die einen Schritt näher an der Erleuchtung ist *griiiins*

Sadiie

Irgendland im Nirgendwo

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