Freitag, 25. Februar 2011

1. Teil an mich, 2. Teil an Frau Sunray

Eine Weile später ist es.
Mal wieder erstaunlich, wie sehr man der Welt und sich selber etwas vormachen kann, ohne dass man es rechtzeitig selbst bemerkt.

"Sadie, wie gehts dir?"
Kieferhöhlenentzündung hat mich ausgeknockt, aber ansonsten alles gut.
"Ja. Du sieht auch gut aus!"
Danke. Nenn mich authentisch *lächelundzwinker*
"Und mit M.? Auch alles ok?! Oder macht Mi. wieder Terror?!"
Och, ich hab ne Grenze gezogen und mir gehts gut damit... *nochmehrlächel* Interessiert mich doch alles gar nicht mehr!!
"Und was ist mit der Staatsanwaltschaft und dem Strafbefehl?"
Anwalt kümmert sich drum und verhandelt noch. Ich werd keinen Cent bezahlen!! Für Mist, den ich nicht verbockt hab??? Neee, ich geh lieber drei Wochen in Ersatzhaft!!!
"Meinste, das stehste durch?"
Klaaaaaar, das werden zwar harte drei Wochen, aber passt schon *imkreislächelnwürdewenndieohrennichtwären* Darüber mach ich mir doch JETZT noch keine Gedanken *tuwiedieruheselber*

Und dies und das und jenes.

In den fast 2 Wochen, die ich hier zu Hause hockte wegen immer noch entzündeter Kieferhöhle wurde mich einiges klar:
  • Ich bin so sehr damit beschäftigt gewesen, andere glauben zu lassen, dass es mir gut geht,dass ich es selber nicht bemerkt hab, dass es nicht so ist.
  • Ich habe Dinge getan, die mir für den Moment gut taten und nicht gemerkt, dass ich möglicherweise doch einem Trugschluss aufgesessen bin, obwohl mich viele gewarnt hatten
  • Ich bin immer noch nicht bereit, das zuzugeben, weil ich es nicht glauben will, weil ich immer noch hoffe und ziemlich zerrissen bin
  • Als man mich vor einigen Wochen im Gespräch dauersauer nannte, hatte man anscheinend Recht. Das hab ich schon kurz danach erkannt. Kleinigkeiten reichen aus, um mich an die Decke zu bringen und eigentlich zeter ich -wenn ich nicht gerade glaube, mir geht es gut- wie Else Kling durch die Gegend. Aber selbst dabei kann man sich noch einreden, dass es Energie ist, die einen vorwärts treibt.
  • Fassaden erkennt man daran, dass sie in sich zusammenfallen, sobald man sich mit sich selber auseinander setzen muss.
Ich bin unendlich froh, dass morgen der 26. ist und der sogar auf einen Samstag fällt, sprich ich kann am nächsten Morgen ausschlafen.
Ich muss in der Nacht telefonieren und reden. Sehr viel reden. Mich reflektieren, konfrontieren und einfach mal gerade so sein, wie ich mich tatsächlich fühle.
Vielleicht wird es dann ruhiger in mir und ich sortiere mich und kann mich in ein konstruktives Gespräch mit mir selbst begeben.
Wenn man damit ganz alleine steht, dann sieht man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht...

Ich weiß, Me. wird morgen Nacht sagen, ich soll M. abgeben. Das allerdings kann ich nach wie vor nicht, wobei ich denke, darauf wird es letztendlich hinauslaufen, Grenzen gezogen hin, Grenzen gezogen her. Nur jetzt gerade ist die Zeit noch nicht reif dafür. Es gibt für alles eine Zeit.

Oft und gerne denke ich an die Nächte und "Gespräche" mit dir, liebe Frau Sunray, zurück. Was gäbe ich für eine solche Möglichkeit sich auszutauschen, wie sie damals bestand. Ich konnte vieles von dir lernen und habe einige Dinge wie von Zauberhand plötzlich verstanden, weil du mir eine andere Sicht auf die Dinge, die mir vorher völlig unverständlich erschienen, gezeigt hast.

Aber weder den Schrank, noch die Lebenswerten oder dein Häuschen gibt es noch. Ich weiß nicht, wohin ich meine Worte richten soll. Also schreibe ich sie hier.

Sei gewiss, Schwesterlein, ich denke oft an dich und ich hab dich sehr lieb!

Sadiie

Irgendland im Nirgendwo

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