Inseldasein
Während ich -mittlerweile zu Hause angekommen- versuche, Ordnung in mein Innenleben zu bekommen, landeten meine Gedanken auch bei meinem "Ich will eine Insel sein".
Kritische Sadie hört da natürlich nicht auf zu denken.
Darum fiel ihr auch etwas auf.
Kein Wunder, dass ich es mir nicht vorstellen kann, wie es ohne all das wäre. Ich war doch schon immer so.
Im Kindergarten war ich immer wieder selbst gewählter Einzelgänger. Ich machte, dass andere weggehen. Alleine war es sicherer.
In der Grundschule nahm ich mir vor, dass ich nach dem Wechsel zum Gymnasium in die Nachbarstadt dort keine Freunde haben möchte. Sie waren gefährlich.
In der 6. Klasse war mein größter Berufswunsch der, Sennerin zu werden. Eine Horde Kühe auf der Alm, eine Hütte und ich. Keine Menschen. Kühe waren ungefährlicher.
Später wollte ich Busfahrer oder Truckerin werden. Ganz für mich alleine.
Heute baue ich Mauern. Ziehe Telefonstecker und verschließe Türen.
Ich habe längst erkannt, dass ich auch als Insel nicht klar käme. Ich brauche Menschen um mich. Wer auch nicht. Trotzdem muss ich eine sein... zumindest fühlt es sich so an.
Ich habe mir natürlich auch Gedanken darüber gemacht, warum das so ist.
Klar ist, dass Menschen, die einem nahe sind, am gefährlichsten werden können. Sie werden sogar gefährlich, obwohl sie vielleicht sogar harmlos sind. Einfach nur, weil ich spinne.
Je näher jemand dran ist, desto heftiger ist der Schlag vor den Kopf. Logisch. Sogar dann, wenn gar nicht geschlagen wird und ich Dämliche einfach nur selbst in nen Ellenbogen oder was auch immer reingerannt bin.
Werden sie über alle Maßen gefährlich oder spinne ich ganz gewaltig, muss ich weg.
Weiter. In dem Moment, wo ich Telefonstecker ziehe, bestimme ich, dass ich keinen Kontakt will. Ich erspare mir das Hoffen und Warten darauf, dass sich jemand meldet, weil ich allen die Möglichkeiten dazu nehme.
Ich bin nicht mehr so ausgeliefert.
Die Enttäuschung ist nicht mehr so groß. Dabei sei mal ganz dahin gestellt, ob ich überhaupt einen Grund für diese habe.
Oder die Angst. Oder die Verletzung oder was auch immer gerade die treibende Kraft ist.
Noch weiter. Einfach um nicht vollends abzudrehen. Vor allem dann, wenn man keine Möglichkeit hat, sich zu erklären und noch besser dann, wenn man -durchgeknallt wie man mittlerweile eh schon ist- in dem Glauben ist, man kann es nur nicht, weil wer auch immer nicht will.
Risiko: Man kann vielleicht nie mehr zurück.
Weiter bin ich noch nicht, aber immerhin ein Anfang, mal in mir drin aufzuräumen.
Das wird nicht alles gewesen sein. Aber alles auf einmal will grad nicht.
Kritische Sadie hört da natürlich nicht auf zu denken.
Darum fiel ihr auch etwas auf.
Kein Wunder, dass ich es mir nicht vorstellen kann, wie es ohne all das wäre. Ich war doch schon immer so.
Im Kindergarten war ich immer wieder selbst gewählter Einzelgänger. Ich machte, dass andere weggehen. Alleine war es sicherer.
In der Grundschule nahm ich mir vor, dass ich nach dem Wechsel zum Gymnasium in die Nachbarstadt dort keine Freunde haben möchte. Sie waren gefährlich.
In der 6. Klasse war mein größter Berufswunsch der, Sennerin zu werden. Eine Horde Kühe auf der Alm, eine Hütte und ich. Keine Menschen. Kühe waren ungefährlicher.
Später wollte ich Busfahrer oder Truckerin werden. Ganz für mich alleine.
Heute baue ich Mauern. Ziehe Telefonstecker und verschließe Türen.
Ich habe längst erkannt, dass ich auch als Insel nicht klar käme. Ich brauche Menschen um mich. Wer auch nicht. Trotzdem muss ich eine sein... zumindest fühlt es sich so an.
Ich habe mir natürlich auch Gedanken darüber gemacht, warum das so ist.
Klar ist, dass Menschen, die einem nahe sind, am gefährlichsten werden können. Sie werden sogar gefährlich, obwohl sie vielleicht sogar harmlos sind. Einfach nur, weil ich spinne.
Je näher jemand dran ist, desto heftiger ist der Schlag vor den Kopf. Logisch. Sogar dann, wenn gar nicht geschlagen wird und ich Dämliche einfach nur selbst in nen Ellenbogen oder was auch immer reingerannt bin.
Werden sie über alle Maßen gefährlich oder spinne ich ganz gewaltig, muss ich weg.
Weiter. In dem Moment, wo ich Telefonstecker ziehe, bestimme ich, dass ich keinen Kontakt will. Ich erspare mir das Hoffen und Warten darauf, dass sich jemand meldet, weil ich allen die Möglichkeiten dazu nehme.
Ich bin nicht mehr so ausgeliefert.
Die Enttäuschung ist nicht mehr so groß. Dabei sei mal ganz dahin gestellt, ob ich überhaupt einen Grund für diese habe.
Oder die Angst. Oder die Verletzung oder was auch immer gerade die treibende Kraft ist.
Noch weiter. Einfach um nicht vollends abzudrehen. Vor allem dann, wenn man keine Möglichkeit hat, sich zu erklären und noch besser dann, wenn man -durchgeknallt wie man mittlerweile eh schon ist- in dem Glauben ist, man kann es nur nicht, weil wer auch immer nicht will.
Risiko: Man kann vielleicht nie mehr zurück.
Weiter bin ich noch nicht, aber immerhin ein Anfang, mal in mir drin aufzuräumen.
Das wird nicht alles gewesen sein. Aber alles auf einmal will grad nicht.
Sadiie - 23. Mai, 13:28
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