Blick zurück
Uff... nu hab ich eine ganze Stunde damit verbracht, in 2 alten Handys, die gerappelt voll mit SMS waren, die eine einzige zu finden, die ich noch von Anuschka hatte. Wer kam damals auf die Idee, ihre Nummer zu löschen?!
Ich hab sie gefunden und ich hab ihr geschrieben. Welcher Teufel mich da gerade geritten hat, weiß ich noch nicht.
Keine Ahnung, ob das nu gut oder schlecht war.
Aber es ist so viel Zeit vergangen... drei Jahre seit dem letzten Kontakt. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir nun wieder gescheit miteinander umgehen können. Schließlich habe ich zuletzt immer öfter darüber nachgedacht.
Unschöner Nebeneffekt des ganzen: Vergangenheit ohne Ende.
Ich habe viele SMS von Somebody gefunden. Bis heute habe ich zwar keine Ahnung, wie der Kontakt überhaupt abreißen konnte, aber ich bin gerade sehr geschockt, über die Dinge, die ich las. Dinge, die ich vergessen hatte.
Wie sehr sie sich danach gesehnt hat, einfach lieb gehabt und geliebt zu werden. Wie verloren und einsam sie war... oder sich fühlte. Wie wir uns Halt gaben, wenn kein anderer mehr zu sehen war. Vier Jahre ist das her.
Heute erkenne ich, dass selbst Somebody mit ihren mittlerweile Ende 40 eigentlich auch immer noch Kind ist.
Kind im Körper einer Erwachsenen in einer Welt von Erwachsenen.
Ist das so? Werden wir tatsächlich niemals erwachsen? Damals hab ich das gar nicht so wahrgenommen. Heute las ich das Ganze mit anderen Augen und ziemlich viel Abstand. Ob sie ihre Liebe gefunden hat? Vielleicht ist das gar nicht möglich.
Und da ist er wieder, der Moment, in dem ich mich frage, wie die Leute lustig irgendwelche Statistiken erheben und sagen, so und so ist das. Punkt.
Viel zu theoretisch. Manche Dinge lassen sich theoretisch nicht erfassen. Aber der Mensch neigt dazu, alles was nicht passt, in irgendein Schema zu quetschen, ein bisschen zu drehen und am Ende zu behaupten, es passt doch. Damit sind dann wohl wir die, die nicht passen, weil wir zu dusselig für das Schema sind. Oder irgendwie so.
Eine SMS von Martina habe ich auch gefunden. Ich gebe den Wortlaut hier nicht wieder. Das käme mir vor, als würde ich eines der wenigen Andenken, die ich an sie habe, verschenken.
Ich bin noch immer nicht über ihren Tod hinweg. Wenn ich nicht gerade darüber verzweifel oder versuche, das in die hinterletzte Ecke zu drängen, frage ich mich ganz nüchtern, wann ich das wohl sein werde und fühle mich dabei ganz schlecht. Aber da dieser Fall sehr selten eintritt, muss ich mich nicht oft deshalb schlecht fühlen...
Im Moment siegt die Verzweiflung. Und die Faszination darüber, dass ich über ihren Tod immer noch so weine, wie in dem Moment, als ich erfuhr, dass sie nicht mehr aufwachen wird und wir nur warten können, dass sie stirbt. Das aber nur am Rande. Faszination kommt gegen Verzweiflung in dem Fall kaum an.
Das Leben ist zweifellos weiter gegangen. Das ändert aber nichts daran, dass all das noch immer in mir ist.
Das Leben geht weiter - was ist das überhaupt für ein blöder Spruch?! Klar tut es das. Wie könnte es auch einfach anhalten? Aber was tut das zur Sache? In diesem Fall nichts. Das Leben geht weiter mit der Gewissheit, das Freunde sterben, mit dem Schmerz darüber und mit noch mehr Angst vor Verlust.
Ich schaue nie wieder in alte Handys... so schnell zumindest nicht wieder.
Ich hab sie gefunden und ich hab ihr geschrieben. Welcher Teufel mich da gerade geritten hat, weiß ich noch nicht.
Keine Ahnung, ob das nu gut oder schlecht war.
Aber es ist so viel Zeit vergangen... drei Jahre seit dem letzten Kontakt. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir nun wieder gescheit miteinander umgehen können. Schließlich habe ich zuletzt immer öfter darüber nachgedacht.
Unschöner Nebeneffekt des ganzen: Vergangenheit ohne Ende.
Ich habe viele SMS von Somebody gefunden. Bis heute habe ich zwar keine Ahnung, wie der Kontakt überhaupt abreißen konnte, aber ich bin gerade sehr geschockt, über die Dinge, die ich las. Dinge, die ich vergessen hatte.
Wie sehr sie sich danach gesehnt hat, einfach lieb gehabt und geliebt zu werden. Wie verloren und einsam sie war... oder sich fühlte. Wie wir uns Halt gaben, wenn kein anderer mehr zu sehen war. Vier Jahre ist das her.
Heute erkenne ich, dass selbst Somebody mit ihren mittlerweile Ende 40 eigentlich auch immer noch Kind ist.
Kind im Körper einer Erwachsenen in einer Welt von Erwachsenen.
Ist das so? Werden wir tatsächlich niemals erwachsen? Damals hab ich das gar nicht so wahrgenommen. Heute las ich das Ganze mit anderen Augen und ziemlich viel Abstand. Ob sie ihre Liebe gefunden hat? Vielleicht ist das gar nicht möglich.
Und da ist er wieder, der Moment, in dem ich mich frage, wie die Leute lustig irgendwelche Statistiken erheben und sagen, so und so ist das. Punkt.
Viel zu theoretisch. Manche Dinge lassen sich theoretisch nicht erfassen. Aber der Mensch neigt dazu, alles was nicht passt, in irgendein Schema zu quetschen, ein bisschen zu drehen und am Ende zu behaupten, es passt doch. Damit sind dann wohl wir die, die nicht passen, weil wir zu dusselig für das Schema sind. Oder irgendwie so.
Eine SMS von Martina habe ich auch gefunden. Ich gebe den Wortlaut hier nicht wieder. Das käme mir vor, als würde ich eines der wenigen Andenken, die ich an sie habe, verschenken.
Ich bin noch immer nicht über ihren Tod hinweg. Wenn ich nicht gerade darüber verzweifel oder versuche, das in die hinterletzte Ecke zu drängen, frage ich mich ganz nüchtern, wann ich das wohl sein werde und fühle mich dabei ganz schlecht. Aber da dieser Fall sehr selten eintritt, muss ich mich nicht oft deshalb schlecht fühlen...
Im Moment siegt die Verzweiflung. Und die Faszination darüber, dass ich über ihren Tod immer noch so weine, wie in dem Moment, als ich erfuhr, dass sie nicht mehr aufwachen wird und wir nur warten können, dass sie stirbt. Das aber nur am Rande. Faszination kommt gegen Verzweiflung in dem Fall kaum an.
Das Leben ist zweifellos weiter gegangen. Das ändert aber nichts daran, dass all das noch immer in mir ist.
Das Leben geht weiter - was ist das überhaupt für ein blöder Spruch?! Klar tut es das. Wie könnte es auch einfach anhalten? Aber was tut das zur Sache? In diesem Fall nichts. Das Leben geht weiter mit der Gewissheit, das Freunde sterben, mit dem Schmerz darüber und mit noch mehr Angst vor Verlust.
Ich schaue nie wieder in alte Handys... so schnell zumindest nicht wieder.
Sadiie - 19. Jun, 01:48
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