Donnerstag, 2. Januar 2014

2014

Hallo 2014.
Da bist du nun also und ich frage mich, was du mir bringen wirst.
Das alte Jahr übergab mich dir mit einem ganzen Haufen Vergangenheit. So sieht also unser Start aus... ein riesiger Chaoshaufen, der sich immer weiter ausbreitet.
Viele liebe Leute hab ich kennengelernt. Genau so viele Leute, die nur auf den ersten Blick lieb schienen.
Ein paar Leute hab ich verloren... und wieder andere haben sich noch nicht entschieden, ob sie das Weite suchen sollen.
Manche Menschen habe ich Schritte in ein neues Leben gehen sehen. Habe sie dabei unterstützt, auch wenn es noch so weh tat.
Ich bin ungewollt zwischen Fronten geraten, obwohl ich dort gar nicht hin wollte.
Ich bin oft verzweifelt, habe nicht wenige Tränen geweint und mindestens genau so viel gelacht.
Meinen Platz in der Welt habe ich noch immer nicht gefunden. Ich traue nach wie vor jedem erstmal alles zu. Seelchen sind so sehr zerbrechlich, dass man seine Mauern lieber schon aus lauter Vorsicht hoch zieht.
So sehr ich mich auch bemüht habe, alles gut und richtig zu machen, hab ich es einmal mehr nicht geschafft. Ich habe mich sehr bemüht. Aber dennoch...
Auf der anderen Seite bin ich an vielen Dingen gewachsen. Es ist genug Scheiß passiert, der mir mehr Stärke abverlangt hat, als ich überhaupt zu haben glaubte.
Sieh her, ich bin noch immer hier. Vielleicht nicht immer stehend, aber niemals liegen bleibend.
Was bringst du mir also, neues Jahr? Was schaffen wir? Wo werden wir scheitern? Welche Einbußen und Verluste hälst du bereit und welche Überraschungen und Reichtümer?
Was wirst du geben und was nehmen?
Sollte ich gespannt sein oder mich fürchten...?

Dienstag, 31. Dezember 2013

Kettenspiel?

Ist doch irgendwie lustig.
Kommt ein Menschlein daher und regt sich bei mir furchtbar auf über ein anderes Menschlein, welches ihm Axt an den Kopf warf und dann vehement verbannte.

Heute kommt jenes aufregende Menschlein daher und verbannt mich - Knüppel werfend. Weil ich mich im Streit fliegender Äxte, die nicht meine sind, nicht auf Seiten stellen wollte. Weil man Kriegsverbrechen in mich hinein interpretierte.

Wirklich lustig daran ist, dass man sich über anderes Menschlein aufregte, aber dann genau so agiert.

Ich hab ja eben überlegt, ob das so eine Art Kettenspiel ist, dass ich nu weiter fortführen müsste, weil Bäääääämm, ich bin ja nu auch getroffen.
Aber da ich Kettenspiele von jeher boykottiere, werde ich dann heute Nacht wohl von kleinen Geistermädchen heimgesucht, 7 Jahre Pech haben, schlechten Sex bis ans Ende meines Lebens und niemals glücklich werden. Heissa, das ja jetzt aber blöd.

Nu, seis drum, menschlicher Charakter zeigt sich durch solche Aktionen.

Ich stell mich zwischen keine Fronten. Wer mich dafür verurteilt, der darf dann auch gerne gehen.

Samstag, 28. Dezember 2013

Don Quichotte

Don Quichotte hat am Ende seines Lebens erkannt, wie töricht und fern aller Realität er seine Kämpfe focht.
Wer aber wäre er gewesen, wenn er anders gewesen wäre?
Hat ihn nicht gerade sein Wirken ausgemacht?
Wie töricht ist ein Kampf gegen Windmühlen wirklich, wenn in einem die feste Hoffnung schlummert, man könnte diese Riesen besiegen? Ist eine Niederlage wirklich unausweichlich? Oder hätte nicht vielleicht sogar doch der feste Glaube Berge versetzen können?

An welchem Punkt sollte man seine Kämpfe und seinen Widerstand aufgeben und akzeptieren, was ist?
Sollte man aufgeben oder weiter auf Windmühlen metzeln, weil man glaubt sie gäben doch irgendwann nach?

Und gäbe man auf, wer wäre man dann? Klüger? Oder doch unnötig resigniert ohne Glaube an seine Kraft und sein Wirken?

Würde man jemand anders sein?

Donnerstag, 26. Dezember 2013

...

Meine liebe große Freundin,

ein weiteres Jahr musste vergehen, bis ich es gewagt und geschafft habe, dein Grab zu besuchen.

Als ich gestern Abend ins Bett ging wusste ich, heute ist dieser Tag. Es kam mir zu Gute, dass ich Mutters Auto noch vor der Tür stehen hatte.

Es war so spontan, dass ich dir noch nicht mal etwas mitbringen konnte... dabei ist doch Weihnachten...

Es fällt mir noch immer schwer, dieses quadratische Fleckchen Erde mit dir in Zusammenhang zu bringen... aber die Tränen heute sagen mir, dass irgendetwas in mir das begriffen hat.

Ich wünschte, ich könnte dich woanders besuchen als dort.

Vor zwei Jahren hätte ich nie geglaubt, dass das einzige, was ich für dich tun kann, sein wird, Blätter und Zweige von deinem Grab zu entfernen. Und ich bin es nicht gewohnt, mit dir zu reden, aber keine Antwort zu bekommen.

Der Stein, der dein Grab umfasst, ist so unglaublich kalt... Bist du wirklich dort?

Ich glaube das noch immer nicht. Aber woanders finde ich dich nicht...

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Mittwoch, 25. Dezember 2013

Weihnachten

Ein neues Weihnachten. Gott, wie die Zeit rennt.
Wer hätte gedacht, dass ich das sagen würde, aber: nett wars. Klingt nicht überwältigend, ich weiß, aber in meiner Welt ist das aus meinem Mund schon ein kleines Wunder.

Wie letztes Mal auch war ich am Ende auch noch hier. Nicht drinnen natürlich. Nur draußen. Still und unbemerkt und kurz. Wieso? weswegen? Einfach nur um des Daseins Willen.
Ich wünsche auch ihr friedliche Tage.

Sofern Mutter mir morgen ihr Auto noch mal lässt, mag ich noch gerne meine Martina auf dem Friedhof besuchen.

Sentimentalitäten gehen auch an mir nicht spurlos vorbei...

Dienstag, 17. Dezember 2013

...

Dingidingidingi Wuselwuselwusel Dabadabadaba Deideidei

Freitag, 1. November 2013

Gradlinig

Aktienlose Spekulation schlägt eine Richtung ein, die ich nie für möglich hielt, aber gesprochenes Wort richtet beizeiten irreparablen Schaden an. Medizin lehne ich ab. Es mag von alleine heilen oder halt eben nicht.

Ich glaube, ich kümmere mich um anderes. So lange, bis es egal ist.

Irgendwie ist es das plötzlich jetzt schon. "Ich sammle Begegnungen" klingt es in meinem Kopf. Was zu sammeln wert ist, lässt sich auch tauschen. Stickeralben und Co haben es schon in frühen Zeiten längst bewiesen.

Effektive Selbstheilung. Was krank macht, ist dem kaum dienlich.

Wer will schon krank sein.


Seltsamerweise tut es nicht mehr wirklich weh. Gewesenes ist gewesen, das ist die ganze Wahrheit. Es war einmal und ist nicht mehr ein ausgestopfter Teddybär. Er aß die Milch und trank das Brot und als er starb, da war er tot.
Ich brauche kein Lineal. Grade kann ich auch frei Hand.
Während ich also meinen Bleistift bekaue, vertraue ich auf ausgleichende Gerechtigkeit. Ich mach derweil einen auf Phönix. Mein Tattoo hat genau einen Grund: das Phönixdasein. Nicht mehr, nicht weniger.

Dienstag, 2. April 2013

Abschied, der II.

Liebe große Freundin,

nach 15 Jahren ist der Draht, der uns immer verbunden hat, kaputt gegangen.
Ich weiß noch nicht einmal, warum.
Du ignorierst alle Versuche, dich zu erreichen, du reagierst nicht auf meine Nachrichten auf dem AB und zu guter Letzt hast du mich eben weg gedrückt.
Was hab ich dir denn getan?
Es tut weh, nach 15 Jahren meine beste, große Freundin verloren zu haben und es wird nicht leichter dadurch, dass ich mir nicht erklären kann, womit ich dich gegen mich aufgebracht habe.
Aber wenn jemand Respekt von mir verdient, dann bist das du. Sag nur ein Wort in diese Richtung und ich werde für alle Zeit jegliche Versuche, mit dir Kontakt aufzunehmen, einstellen.
Das bin ich dir schuldig und das ist das größte Geschenk, das ich dir machen kann.
Ich hab dich lieb, große Freundin.
Auch wenn ich nicht verstehe.

Sadiie

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