Montag, 4. Februar 2008

Sechs Stunden

Es ist kaum zu glauben, wieviel Geschehen und Emotionen in 6 Stunden passen.
Ich hatte auf dem Weg nach Bottrop meine erste Polizeikontrolle. Und das lustige daran ist, dass da schon ein Auto rausgewunken war und noch da stand - aber nicht irgendein Auto, sondern das von meinem Papa. Das war eine komische Situation. Auch die Polizisten guckten nicht schlecht, als ich plötzlich mittendrin "Hi Vatter" rief ;-)

Weiter gings von da aus im Saint. "Unsere" Ecke hinten rechts wird immer voller. Weiß auch nicht, irgendwie scheint unsere Truppe immer weiter zu wachsen - aber davon ab war's sowieso sehr voll, weil heute Open End war. Einmal mehr fühlte ich mich richtig wohl dort unter all den Saints und meine Laune war unbeschreiblich gut.

Auch mit B. hab ich lange geredet. Aber ich musste immer in ihre Ecke dafür gehen, weil bei uns in der Ecke ja auch T. ist, mit dem seit kurzem Schluss hat... da wäre es ungut, wenn sie zu uns käme... schade.
Aber ich wanderte oft rüber. Begrüßung mit Küsschen hier und Küsschen da und nette, aber auch intensive Gespräche. So wie bisher noch nie.
Ihr verdanke ich übrigens heute meine Saint-Premiere. Man muss sich vorstellen, seit einem Jahr bin ich jetzt regelmäßig sonntags da - und ich war da noch nicht einmal tanzen. Wenn, dann im Eisenlager.
B. tanzt dort auch selten, weil nicht so gerne und wir beschlossen dann im Laufe des Abends einfach zusammen zu gehen.
Irgendwann kam sie in meine Ecke gerannt, schnappte mich und flitzte mit mir auf die Tanzfläche, wo ich auch fünf Lieder lang blieb.
Die anderen staunten nicht schlecht - "Die Jenny hat getaaaanzt!!!" Sie wussten ja auch nix von unsrer geplanten Entführung *lach*

Irgendwann begann der Aufbruch. B. war die erste, die sich von mir verabschiedete (abgesehen von T. und H., die schon früher fuhren weil sie morgen arbeiten müssen). Handynummern ausgetauscht, Küsschen hier, Küsschen da, einmal drücken, noch weiter reden, noch mal drücken. Und weg.
Kurze Zeit später gings in meiner Ecke auch los. Und da ging meine Stimmung abwärts... War ich doch heute das letzte mal für acht Wochen dort und unter ihnen.
Sie sagten sehr liebe Sachen zu mir und plötzlich fand ich mich gefährlich nah am Wasser wieder.
L. sagte "Pass auf dich auf, kleine Maus. Wir kommen dich da hinten besuchen, wenn wir es schaffen. Ich hab dich lieb!"
R. sagte "Alles Gute! Wir kommen dich besuchen. Wir haben dich sehr gerne!"
O. wünschte mir ebenfalls alles Gute und drückte mich lange.
Und so weiter... und dann zogen sie von dannen. Zurück blieb Jenny - mit Tränen der Rührung und des Abschiedsschmerzes in den Augen...
Als S. und St. mich dann in Bottrop an meinem Auto absetzten, wünschte mir auch St. alles Gute und sagte, ich soll gesund wieder kommen. "Acht Wochen gehen rum - Hauptsache ist, du kommst wieder!"

Oh ja, ich komme wieder, das weiß ich ja, aber... die Autofahrt verbrachte ich weinend auf dem Fahrersitz. Als dann noch eine SMS von B. kam, konnte ich nicht mehr an mich halten. So liebe Worte. Ich fuhr rechts ran und konnte kurze Zeit nicht mehr weiter fahren, weil vor Lachen und Weinen gar nicht mehr die Straße sehen konnte...

T.,H. und die LBS sehe ich am Dienstag Abend noch. Eigentlich wollten sie sich Mittwoch treffen, aber weil ich nun doch noch bis Mittwoch morgen hier bin, haben sie das vorverlegt auf Dienstag und sämtliche Pläne umgeworfen - die Süßen!

Und nun sitze ich immer noch hier, mit einem Lächeln auf den Lippen und mit tränenden Augen und finde es ganz Eigenartig, wie es sich gerade anfühlt.

Ich hab euch lieb, meine Saints. Alle miteinander!





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Rumpelwald - 4. Feb, 14:08

Ich freue mich ganz doll für dich, dass du solche besonderen Freunde um dich hast! Sie retten Welten!
Beim Lesen glaubte ich kurz deine Tränen zu sehen... ganz kurz nur... aber es berührte mich.
Und die lieben Worte die wünsche ich dir immer wieder!
Und he, acht Wochen sind eindeutig Siebeneinhalb Wochen zu lang, aber es stimmt natürlich was sie sagen: Die vergehen auch!

Weisste was ich grad denke?
(Aber bitte NICHT lachen!)
Kann..., kann man jemanden vermissen den man doch eigentlich gar nicht wirklich kennt?
Hm... komisch irgendwie..., aber die Antwort ist JA!
Rumpelgrüße ;)

Sadiie - 4. Feb, 16:33

Ich habe nicht gelacht, weil ich ganz klar der Meinung bin - Ja, kann man!
Weil auch wenn man sich nicht richtig kennt, so "kennt" man sicher aber dennoch vom Schreiben her und besucht sich in der virtuellen Welt gegenseitig. Und wenn man auf einer Wellenlänge liegt, dann macht es keinen großen Unterschied - dann kann man die geschriebenen Worte auch vermissen... wenn es sich auch etwas anders anfühlt.

Die lieben Worte trage ich fest in meinem Herzen. Gerade in den ersten Tagen werd ich sie brauchen. Danach geht es ganz schnell aufwärts - weiß ich aus Erfahrung

Aber weißt du was? Angefangen zu packen hab ich noch immer nicht. Gehört mit zu meinem Chaos - alles auf den letzten Drücker machen *lach* Das werd ich wahrscheinlich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wieder ganz hektisch machen ;-)
Aber immerhin bin ich schon dabei Wäsche zu waschen...
Rumpelwald - 4. Feb, 17:01

Schön,

dass du nicht gelacht hast! Habs auch nicht anders vermutet ;)
Wäsche zu waschen ist ja immerhin schon mal ein Anfang. Hihi :)
Wenn du weg bist dann werde ich hier immer mal wieder in deiner Blogwohnung vorbeigucken... Hm, wird schon seltsam sein dann... Man guckt vorbei und keiner ist da...
*lach* Obwohl, bei meinen Freunden hier in Gö. ist das allerdings auch so. Ich rufe deswegen meistens vorher an.
Das Begegnen in elektronischen Welten hat immer irgendwas Geheimnisvolles...
Es ist schön ;)

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