Ernas Äpfel
Es ist weiß Gott kein Geheimnis, dass nichts im Leben allzu lange Bestand hat.
Merkwürdig nur, dass man das a) immer wieder vergisst, obwohl man es nur zu gut weiß, und b) genau so wie alles andere verkehrt herum zu laufen scheint.
Während die Doofs gefühlte Ewigkeiten andauern und trotz Endlichkeit nie vorbei zu gehen scheinen, sind die Juhus schneller vorbei, als man gucken kann.
Und während einen jene (obwohl bewusste und längst bekannte) Erkenntnis der nicht existierenden Unendlichkeit bei den Doofs immer wieder in freudige Überraschung versetzt, genau so haut sie einen bei den plötzlich und viel zu schnell endenden Juhus aus den Schuhen.
Ich verstehe einfach nicht, warum das so ist.
Warum man dieses unvermeidlich wiederkehrende am Ende eines Juhus nicht einfach verbuchen kann unter "ach ja klar, ist schon wieder so weit. auf ein neues, es geht weiter."
Ich kriegs einfach nicht in meinem Kopf und das obwohl ich eigentlich alles andere als blöd bin.
Es tauchen immer mehr Fragen auf, aber im Vergleich dazu steigt die Zahl der Antworten nicht wirklich und ist gleichbleibend weitgehend Null.
Suche ich zu sehr nach Antworten? Aber was macht man denn sonst, mit Fragen, wenn nicht beantworten oder sich auf der Suche nach Antworten zu machen?
"Frage, Rechnung, Antwort" - habe ich schon in der Grundschule in Mathe gelernt, als die ersten Textaufgaben auftauchten.
Alles hübsch der Reihe nach. Mit Doppelpunkt und sorgfältig ausklamüsert und notiert.
Leider bringen mich meine Fähigkeiten was Textaufgaben angeht, die man mir damals in der Grundschule begann einzutrichtern, nicht wirklich weiter.
Ich weiß zwar, wie viele Äpfel die Erna noch in der Tasche hat, nachdem sie Peter, Franz und Brigitte soundsoviele geschenkt hat und dann noch 2 selber verputzt, aber ... joa und weiter?
Davon ab hätte mich auch mal interessiert, woher die Erna diesen riesen Berg Äpfel eigentlich hatte. Hat sie die geschenkt bekommen oder vielleicht gar aus Nachbars Garten stibitzt? Und wenn letzteres, was würde sie von ihren Eltern zu hören bekommen, wenn das mal rauskäme? Aber selbst dann... wäre es nicht nobel von der Erna, dass sie nicht alle Äpfel behalten hat sondern ihren Freunden auch noch welche gab?
Aber wer weiß, vielleicht waren das auch gar nicht ihre Freunde und die Erna wurde von einer gemeinen 3er-Bande auf dem Schulhof erpresst, die ihr sagte "geh und hol uns äpfel sonst verhauen wir dich!"
Dann sähe schon wieder alles anders aus.
Aber vielleicht war das gar keine 3er-Bande, die gemeingefährlich ist, sondern Geschwister aus einer fürchterlich armen Familie, die einfach Hunger ohne Ende hatten und die Erna mit ihren zig Kilo Äpfeln sahen und aus der Not heraus drohten, wenn sie keine abbekämen, dann....
Schwupps, und so kommt man sowohl bei den großen Fragen wie aauch bei den kleinen wie mit der Erna-Mathe-Aufgabe von einem zum andern und weiß plötzlich gar nicht mehr, wo vorne und hinten ist...
Ich wünschte, dieser verteufelte Kopf hätte einen Ausknopf oder würde hin und wieder automatisch auf Standby schalten...
Aber trotz allem: Es ist Frühling :)
Merkwürdig nur, dass man das a) immer wieder vergisst, obwohl man es nur zu gut weiß, und b) genau so wie alles andere verkehrt herum zu laufen scheint.
Während die Doofs gefühlte Ewigkeiten andauern und trotz Endlichkeit nie vorbei zu gehen scheinen, sind die Juhus schneller vorbei, als man gucken kann.
Und während einen jene (obwohl bewusste und längst bekannte) Erkenntnis der nicht existierenden Unendlichkeit bei den Doofs immer wieder in freudige Überraschung versetzt, genau so haut sie einen bei den plötzlich und viel zu schnell endenden Juhus aus den Schuhen.
Ich verstehe einfach nicht, warum das so ist.
Warum man dieses unvermeidlich wiederkehrende am Ende eines Juhus nicht einfach verbuchen kann unter "ach ja klar, ist schon wieder so weit. auf ein neues, es geht weiter."
Ich kriegs einfach nicht in meinem Kopf und das obwohl ich eigentlich alles andere als blöd bin.
Es tauchen immer mehr Fragen auf, aber im Vergleich dazu steigt die Zahl der Antworten nicht wirklich und ist gleichbleibend weitgehend Null.
Suche ich zu sehr nach Antworten? Aber was macht man denn sonst, mit Fragen, wenn nicht beantworten oder sich auf der Suche nach Antworten zu machen?
"Frage, Rechnung, Antwort" - habe ich schon in der Grundschule in Mathe gelernt, als die ersten Textaufgaben auftauchten.
Alles hübsch der Reihe nach. Mit Doppelpunkt und sorgfältig ausklamüsert und notiert.
Leider bringen mich meine Fähigkeiten was Textaufgaben angeht, die man mir damals in der Grundschule begann einzutrichtern, nicht wirklich weiter.
Ich weiß zwar, wie viele Äpfel die Erna noch in der Tasche hat, nachdem sie Peter, Franz und Brigitte soundsoviele geschenkt hat und dann noch 2 selber verputzt, aber ... joa und weiter?
Davon ab hätte mich auch mal interessiert, woher die Erna diesen riesen Berg Äpfel eigentlich hatte. Hat sie die geschenkt bekommen oder vielleicht gar aus Nachbars Garten stibitzt? Und wenn letzteres, was würde sie von ihren Eltern zu hören bekommen, wenn das mal rauskäme? Aber selbst dann... wäre es nicht nobel von der Erna, dass sie nicht alle Äpfel behalten hat sondern ihren Freunden auch noch welche gab?
Aber wer weiß, vielleicht waren das auch gar nicht ihre Freunde und die Erna wurde von einer gemeinen 3er-Bande auf dem Schulhof erpresst, die ihr sagte "geh und hol uns äpfel sonst verhauen wir dich!"
Dann sähe schon wieder alles anders aus.
Aber vielleicht war das gar keine 3er-Bande, die gemeingefährlich ist, sondern Geschwister aus einer fürchterlich armen Familie, die einfach Hunger ohne Ende hatten und die Erna mit ihren zig Kilo Äpfeln sahen und aus der Not heraus drohten, wenn sie keine abbekämen, dann....
Schwupps, und so kommt man sowohl bei den großen Fragen wie aauch bei den kleinen wie mit der Erna-Mathe-Aufgabe von einem zum andern und weiß plötzlich gar nicht mehr, wo vorne und hinten ist...
Ich wünschte, dieser verteufelte Kopf hätte einen Ausknopf oder würde hin und wieder automatisch auf Standby schalten...
Aber trotz allem: Es ist Frühling :)
Sadiie - 11. Apr, 16:27
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