Samstag, 6. März 2010

nur mal

Ich habe keine Ahnung, was da gerade in mir ist...
Eine Mischung aus tiefer Zufriedenheit über den Abend und noch immer die altbekannte Sehnsucht. Und noch irgendwas anderes, was sich nich definieren lässt. Alles in allem aber komm ich klar.
Morgen früh geht es - wenn es denn endlich klappt - mal wieder zur Ponylady. Ich muss mal raus hier.
Die Gedanken an mein Auto und alles, was mit Geld zu tun hat, schieb ich zur Seite.
Es ist der 6. und ich habe jetzt schon keine Ahnung, wie ich diesem Monat mit all den unvorhergesehen Ausgaben durchkommen soll.
Aber was solls, solange die Viecher was zu futtern haben, ist alles gut. Irgendwie wirds schon gehen.
*lach* ich überlege gerade, ob diese Ausgeglichenheit irgendwas mit rotem Met zu tun hat... Maybe, aber sei's drum. Selbst wenn die Welt morgen wieder nich so dolle aussehen sollte, hab ich den Abend prima überstanden. Und man gönnt sich ja sonst nix.

Ich überlege grade, ob ich nicht mal wieder dieses wunderbare Büchlein benutzen sollte, dass Herr H. mir damals in der Münster'schen nahegelegt hat. Den Tag einfach mal wieder ohne Bewertung Revue passieren lassen.. und gleichzeitig ne kleine Gedankenstütze haben.
Schaden kanns nicht - nur nach kurzer Zeit bin ich immer wieder zu faul dazu.

Mit dem Tag heute bin ich im Großen und Ganzen (ja eine Bewertung) recht zufrieden.
Er war trotz allem gestern recht entspannt und ich war furchtbar fleißig. Zwar nicht im Haushalt, wie ich es eigentlich vorhatte, aber ich habe anderweitig Berge an Arbeit abgetragen, was mal wieder dringend nötig war, weil es in den letzten Tagen ein wenig kurz kam.
Hihi na guuuut, ich bin dann irgendwann eingepennt und hab nicht mehr eingekauft, sprich ich hab nur noch Tabakkrümel, keinen Toast mehr und nur noch eine Scheibe Käse, aber morgen ist auch noch ein Tag.

Merkwürdig das alles... ganz ganz merkwürdig. Ich trau dem Frieden nicht. Schon gar nicht nach gestern. Aber vielleicht ist genau das mein Problem...

Dienstag, 23. Februar 2010

....aber ich weiß, wer mir half, dorthin zu kommen....

Die Vergangenheit lauert überall.... sogar bei KiK, wenn man nur auf der Suche nach irgendwelchem unnützen Kleinkram ist.

Meine Mutter kam mit der recht jungen Fillialleiterin ins Gespräch, weil sie sich von einer Feier der Freundin meiner Mutter kannten...
Und ich, ich schaute sie die ganze Zeit an und überlegte, woher ich sie bloß kenne.
Als sie sagte, sie heißt Nadine, sprach ich sie dann an...
"Kann das sein, dass wir uns vom R.-Gymnasium kennen?"
- "Jaaa, stimmt... ich überlege auch schon die ganze Zeit..."

Es stellte sich raus, dass sie jene Nadine war, die in der Oberstufe ein Jahr unter mir war. Wir saßen außerdem zusammen im Spanisch-Kurs.
Und so erinnerten wir uns gemeinsam an damals, eine schwere, aber gute Zeit.
Es tat nicht weh, nur eine gewisse Melancholie regte sich.
Aber Melancholie ist nichts schlimmes. Es ist ein sehr leises und feines Gefühl...

Wir sprachen auch über Frau M. und Frau A.-S., die wohl tollsten Lehrerinnen, die das Kollegium damals zu bieten hatte.
Diese beiden wunderbaren Menschen, die mich auf den Weg führten, den ich noch immer gehe. Ich hatte mich damals verlaufen.
Frau M. brachte mir bei, Worte für mich zu finden und sie aufzuschreiben. Und als ich schreiben konnte, brachte sie mir bei, wie man sie spricht.
Sie hat mir so sehr geholfen bei dem Start...
Und dann, als sie weg war, da kam Frau A.-S.

Schreiben und sprechen konnte ich nun. Aber der Rest des Lebens war mir unheimlich. Ich wusste nicht, wo vorne und hinten ist und fiel in alle erdenklichen Löcher in meiner Nähe. Es war eine Zeit, in der ich mich am liebsten in andere Welten gewünscht hätte. Die vergangenen Jahre hatten mich zu etwas gemacht, was nicht mehr erkennen ließ, was es eigentlich mal war.
Sie zeigte mir, dass auch diese Welt eine schöne ist und wieviel positives das Leben für einen Menschen bereithält... Sie teilte Hesse mit mir. Und Laotse. Und 2Raumwohnung... und die 3 Fragezeichen und noch so vieles mehr.

Sie war eigentlich immer fröhlich. Das faszinierte mich. Sie hat mir viel von sich gezeigt und gegeben.
Aber sie hat mir auch gezeigt, wo Grenzen sind. Dann war sie nicht fröhlich sondern sehr bestimmt. Wir stritten uns regelmäßig per Mail. Irgendwann meinte sie mal, wir wären "Meister im gegenseitigem Anblaffen" *schmunzel*
Ich hab diese Mischung aus Fröhlichkeit, Bestimmtheit und Blaffen, wenn etwas nicht passte, so sehr gebraucht... als Starthilfe für den Weg... und die Shoppingtouren und das Kaffeetrinken...

Schon einige Jahre ist das her und lange Zeit schon gehe ich meinen Weg nun ohne die beiden.
Manchmal macht mich das traurig. Ich hab mich sehr verändert so sehr entwickelt. Ich bin gewachsen und habe vieles gemeistert...
Ich wünsche mir oft, ich könnte ihnen das zeigen...

Aus dieser Zeit gibt es zwei Postkarten... auf der einen steht "Don't cry 'cause it's over - just smile 'cause it happened" und auf der anderen

"Ich weiß nicht, wohin mein Weg mich führt, aber ich weiß, wer mir half dorthin zu kommen..."

Ich werde sie nie vergessen und die Dankbarkeit, die ich empfinde, wird immer in mir sein. Sie haben mir gezeigt, dass es Licht gibt, dem ich folgen kann.

Und wer weiß, vielleicht habe ich irgendwann einmal die Möglichkeit, ihnen all das zu sagen...

Sonntag, 24. Januar 2010

Hormonell bedingt - pffff

Nachdem ich nun also festgestellt habe, dass mein gegenwärtiger Weltuntergang hormonell bedingt ist, weiß ich nicht so ganz, was ich mit dieser Erkenntnis anfangen soll.
Gut ist: es ist dann meist nur halb so dramatisch, wie es sich anfühlt
Schlecht ist: es fühlt sich ziemlich dramatisch an und man steht dem relativ machtlos gegenüber.
Einfach abwarten. Und das, wo ich ein so ungeduldiger Mensch bin.
Und weiter: warum gibt es eigentlich nur hormonell bedingte Weltuntergänge. Warum keine Juhus, die sich noch juhuhiger anfühlen als sie sind?
Irgendwer hat bei der Ausarbeitung dieser Dinge geschlampt. Aber gewaltig!
Wenn ich den erwische!!!
Oder tick nur ich so?!
Wie auch immer, ich warte also geduldig (*grins*) auf Montag und Donnerstag und Sonntag.
Ponylady, Mirabeau und die andren zwei. Dann kommt Juhu, so oder so ;)

Donnerstag, 21. Januar 2010

Gewächs

Merkwürdig... die letzten Tage waren recht extrem... aber das klingt negativer, als es ist.
Es fing mit wochenlangen alles-is-schwarz an und ging so weit, dass ich die Welt irgendwann einfach aus meinem Leben ausgesperrt hab...
Dann begann ich, mich und einige Dinge zu verändern. Nicht das, was alles schwarz machte aber das, was schon länger mal anstand.
Wo ich die Welt grad schon mal ausgesperrt hatte, konnte ich die Zeit mit mir auch sinnvoll nutzen, dachte ich.
Alles-is-schwarz wurde zu alles-is-schwarz-und-ich-hab-eine-riesen-Wut-in mir, was mir eine enorme Kraft gab, die Veränderungen voran zu treiben...
Dann wurde schwarz noch schwärzer aber es dauerte nur 4 Stunden Schlaf und plötzlich war alles so leicht und ich so frei...

Auch jetzt, meine Herren, dann hat mich eben Scheiße am Kopf getroffen, na und?! Schwamm drüber schon wieder vergessen, halb so schlimm, weiter gehts.
Ich merke, dass ich mich gerade wieder entwickel und weiter wachse... und ich kann gar nicht sagen, wie gut sich das anfühlt!!

Mittwoch, 20. Januar 2010

Scheißhaufen

Okaaaay!
War ja klar, dass nach 2 Tagen Juhu dann mal wieder n Scheißhaufen angeflogen kommt, der mich am Kopp trifft.
Nu stink ich danach, ärger mich, weil ich mich waschen muss und es verdammt eklig is und weil ich genau weiß, dass es nicht der einzige war, der aus dem Nichts kommt und mich treffen kann, weil ich ihn nicht kommen sah.

Sooo und weil ich gelernt hab, so nen Mist auch hin und wieder mal zu hinterfragen und mir genau anzusehen, was mich am meisten an diesem Scheißhaufen stört, hab ich das dann wohl mal getan...

Ich kenn nu ein paar Antworten. Zum Beispiel weiß ich, dass es nicht nur der Scheißhaufen ist, den ich grad doof find. Da flog nämlich vorher noch ein kleinerer. So klein, dass er erst kaum auffiel.
Die Erkenntnis hilft mir nu aber nicht, macht mich höchstens grummeliger!
Schauen wir nach dem Warum. Beim kleinen Scheißhaufen nur schemenhaft auszumachen, beim größeren dann schon eher.
Hilft mir aber im Moment auch nicht.
Wischen wir uns also mal die Scheiß vom Kopp und schauen, was da noch so drin versteckt is... ooooh, das is ja interessant... da is ja noch was drin, was Mist is (im wahrsten Sinne) - aaaaha.
Dröseln wir das also mal auseinander...
1 Scheißhäufchen
1 Scheißhaufen
und beides gespickt mit kleinen Wasauchimmers die verdammt zwicken.

Und was kann ich dem ganzen abgewinnen?! Die Erkenntnis, dass ich n bissl übergeschnappt bin, mal wieder runterkommen sollte, mir selber nichts vormachen kann und dass es Dinge gibt, die ich nicht ändern kann...

Hmm... vielleicht sollte ich mich nu besser fühlen - tu ich aber nicht.
Aber vielleicht hilft es, so zu tun, als wüsste ich das nich... Kopp hoch, abgewischtes ismirdochegal-Gesicht drauf und weiter gehen!!!

Dienstag, 19. Januar 2010

Augenblicke

Die Nacht ist weit fortgeschritten, ich schlafe noch immer nicht. Zu aufgewühlt mein Kopf oder vielmehr das, was darin ist.

Eben stand ich lange vor dem Spiegel. Ich kann mir noch immer in die Augen schauen.
Mehr muss ich nun in diesem Moment gar nicht mehr wissen.

Dieser Rat war der beste, den ich in der letzten Zeit bekam. Ich kann gar nicht genug dafür danken!!

Donnerstag, 14. Januar 2010

Die Blog-WG

Anmerkung in eigener Sache:
Die Blog-WG wird aufgelöst!
In den nächsten Tagen wird drüben freigeräumt.
Das heißt, dass alle Fotos, die sich zur Zeit im Bloghäuschen befinden, drüben im neuen Atelier einen neuen Platz bekommen.

Wege

Ich glaube, dass jeder Weg, den man irgendwann einmal gegangen ist, jedesmal wieder zu gehen ist, wenn man es muss.

Ich wusste schon vor einiger Zeit, dass ich gehen muss. Aber ich habe es nie wahrhaben wollen.
Irgendwann kam der Punkt, an dem es so weit war.
Ich ging schweren Herzens und sah lange nicht mehr zurück. Als ich es dann irgendwann doch tat, war ich überrascht, dass es kaum noch schmerzte.

Aus welchem Grund ich wieder umkehrte, weiß ich nicht mehr. Es schien richtig zu sein und meine Füße schienen sich ohne mein Zutun zu bewegen.
Ehe ich mich versah, stand ich wieder dort, wo ich einst losgelaufen war.
In dem Moment, wo mir das klar wurde, hätte ich schreien mögen. Da war ich so weit gekommen, nur um dann doch wieder am Anfang zu stehen.
Ich dachte, ich käme nie wieder dort weg. Ich glaube, ich hab mich auch gar nicht mehr getraut, es zu versuchen.

Aber alles fügt sich irgendwann und irgendwie. So kam es, dass mir das half, was die einen Schicksal nennen, die anderen Zufall und noch andere noch irgendwie anders.

Und dieser Anstoß lässt mich den Weg noch einmal gehen. Ich kenne ihn nun schon, vielleicht macht es das leichter. Zumindest fiel es weniger schwer und schmerzt im Moment nicht. Selbst dann nicht, wenn ich an die schönen Zeiten zurückdenke.
Ich kann mich erinnern und mir sagen, dass sie schön waren.

Vielleicht wäre es schwieriger gewesen, wenn Schicksalzufallirgendwas nicht seine Finger im Spiel gehabt hätte. Aber warum sich darüber auch noch den Kopf zerbrechen. Dafür gibt es genug andere Dinge, die mich kaum noch schlafen lassen.

Diesen Weg zumindest gehe ich jetzt einfach. Und das schöne ist, ich gehe ihn nicht mal mehr allein.

Vielen Dank für alles und möge auch dein Weg ein guter sein!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Welterwachen

Eigentlich mag ich den frühen Morgen.
Ich mag es mit dem Hund als einer der ersten draußen zu sein und der Welt beim Erwachen zu zu schauen...
Vorausgesetzt, ich bin ausgeschlafen oder war gar nicht erst im Bett.

Es ist dann noch so still und man begegnet kaum jemandem. Genau darum liebe ich auch die nächtlichen Spaziergänge. Man hat die ganze Welt für sich. Wen stört es dann schon, dass sie im Dunkeln liegt?!

Übrigens ist die Welt da draußen wieder kleiner geworden, wie ich eben gemerkt habe. Deutlich kleiner. Oder ich bin gewachsen. So ganz genau weiß ich das nicht.

Sadiie

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