Donnerstag, 3. März 2011

Hunde, Herrchen und der ganz normale Wahnsinn

Heute Morgen im Bus hat alles einmal kurz Sinn ergeben.
Da ging es in meinem Kopf um Hunde und ums frei laufen lassen und darum, dass der Hund -so denn Herrchen bzw. Frauchen und Hund ein Team sind- nicht abhaut.
Das hat was mit eingespielt sein zu tun und mit aufeinander Vertrauen. Ja, sicherlich auch mit Erziehung. Das aber nur am Rande. Mein Hund zum Beispiel war zwar einigermaßen erzogen als ich ihn vor 8 Jahren bekam, aber nur vor Angst, dass er wieder verdroschen wird... er zitterte wie Espenlaub.
Darum mag ich es mal gerade nicht Erziehung nennen sondern Regeln und Anstand.
Aber ganz oben steht das Vertrauen. Herrchen/Frauchen vertraut dem Hund, dass er nicht durchbrennt und der Hund vertraut darauf, dass er nicht verdroschen wird, wenn er beim ersten und zweiten Rufen vielleicht nicht sooooo schnell und gerne reagiert. Und selbst wenn mal was schief geht - einmal Team, immer Team!

Im übertragenen Sinne weiß ich also ganz genau, was zu tun ist und was richtig und was falsch. Kompliziert wird es erst dann, wenn der Hund ein Herrchen und ein Frauchen hat. Beide gehen anders mit dem Hund um. Dazu kommt, dass Herrchen und Frauchen miteinander nicht klarkommen und der Hund ständig wählen muss, zu wem er gehört.
Und wenn das Frauchen mitansehen muss, wie das Herrchen den Hund schlägt, ohne etwas dagegen tun zu können... nichts außer den Hund dann wieder gesund zu pflegen und danach zuzuschauen, wie diese treue Seele noch immer voller Liebe für's Herrchen ist.

Pikanterweise hab ich diese Interpretation nicht gewählt. Mich anfangs sogar darüber aufgeregt.
Aber es passt.
Darum wird es sich auch nie ändern.
Du blöder Köter!
(Nein, ich meine nicht meinen überaus tollen Wau. Der ist phantastisch, wird nicht geprügelt und ihm geht es ghervorragend - weil wir ein Team sind *zwinker*)

Dienstag, 1. März 2011

Vom Abgeben, Grenzen setzen und untergehen

Eben habe ich mit Ca. telefoniert.
Voll wie 1000 Russen. Zitat.
Mir ist gerade klar geworden, dass viele von uns es nie schaffen werden. Manche sind einfach zu kaputt.
Wozu ich gehöre, dass weiß ich nicht. Aber ich denke, es ist Potenzial da, dass ich auf der Seite derer stehen kann, die es irgendwann geschafft haben.
Die letzten Tage waren schwer. Sehr.
Dennoch mache ich weiter.
Zugegeben, einen großen Teil, der mich besser fühlen lässt, verdanke ich der Klärung einer Sache, die mich sehr belastet hat. Obwohl... es war eine ansatzweise Klärung. Aber der Ansatz ist für's erste genug. Alles zu seiner Zeit.
Wir sind abwechselnd Arschlöcher. Wir tragen unsers und wenn nötig das des anderen ein wenig mit. Wir sind beide grundverschieden. Und dennoch baut darauf eine Freundschaft. Wahrscheinlich funktioniert es, obwohl es nicht leicht ist, genau aufgrund dieser Verschiedenheit.
Jedenfalls... ich habe in den letzten Tagen einiges verstanden. Zumindest ein bisschen.
Und nach dem Telefonat eben verstehe ich auch, warum V. so ist, wie er ist und warum ich ihn anfangs nicht leiden konnte... oder nicht einordnen.
Ich frag mich nur, wer zuerst untergeht von den dreien. V., K. oder Ca. Über diese Dreier-Kombi war ich sowieso überrascht. V. machte nie den Eindruck, dass er so lebt. Aber jut, warum auch nicht.
Ich jedenfalls habe nicht vor unterzugehen. Aber ich habe auch nicht vor, Ma. abzugeben. Grenzen setzen ja, abgegen nein.
Ich muss nachdenken, sehr viel nachdenken. Konstruktiv. Man höre und staune.
Ein wenig nagt das schlechte Gewissen an mir. Ca. fragte, ob sie vorbeikommen kann, sie weiß nicht, wo sie hin soll. Könnte sie theoretisch, aber ich habe nein gesagt. Das würde zu sehr an meine Grenzen gehen.
Gesunder Egoismus nennt sich das wohl.
Den konnte ich an Ma. in den letzten Wochen verdammt gut festigen.
Wohin das führt, weiß ich nicht. Was ich gerne hätte, wird es nicht geben, also wünsche ich mir, dass es nach Polen führt. Im Sommer.
Dziękuję!!

Freitag, 25. Februar 2011

1. Teil an mich, 2. Teil an Frau Sunray

Eine Weile später ist es.
Mal wieder erstaunlich, wie sehr man der Welt und sich selber etwas vormachen kann, ohne dass man es rechtzeitig selbst bemerkt.

"Sadie, wie gehts dir?"
Kieferhöhlenentzündung hat mich ausgeknockt, aber ansonsten alles gut.
"Ja. Du sieht auch gut aus!"
Danke. Nenn mich authentisch *lächelundzwinker*
"Und mit M.? Auch alles ok?! Oder macht Mi. wieder Terror?!"
Och, ich hab ne Grenze gezogen und mir gehts gut damit... *nochmehrlächel* Interessiert mich doch alles gar nicht mehr!!
"Und was ist mit der Staatsanwaltschaft und dem Strafbefehl?"
Anwalt kümmert sich drum und verhandelt noch. Ich werd keinen Cent bezahlen!! Für Mist, den ich nicht verbockt hab??? Neee, ich geh lieber drei Wochen in Ersatzhaft!!!
"Meinste, das stehste durch?"
Klaaaaaar, das werden zwar harte drei Wochen, aber passt schon *imkreislächelnwürdewenndieohrennichtwären* Darüber mach ich mir doch JETZT noch keine Gedanken *tuwiedieruheselber*

Und dies und das und jenes.

In den fast 2 Wochen, die ich hier zu Hause hockte wegen immer noch entzündeter Kieferhöhle wurde mich einiges klar:
  • Ich bin so sehr damit beschäftigt gewesen, andere glauben zu lassen, dass es mir gut geht,dass ich es selber nicht bemerkt hab, dass es nicht so ist.
  • Ich habe Dinge getan, die mir für den Moment gut taten und nicht gemerkt, dass ich möglicherweise doch einem Trugschluss aufgesessen bin, obwohl mich viele gewarnt hatten
  • Ich bin immer noch nicht bereit, das zuzugeben, weil ich es nicht glauben will, weil ich immer noch hoffe und ziemlich zerrissen bin
  • Als man mich vor einigen Wochen im Gespräch dauersauer nannte, hatte man anscheinend Recht. Das hab ich schon kurz danach erkannt. Kleinigkeiten reichen aus, um mich an die Decke zu bringen und eigentlich zeter ich -wenn ich nicht gerade glaube, mir geht es gut- wie Else Kling durch die Gegend. Aber selbst dabei kann man sich noch einreden, dass es Energie ist, die einen vorwärts treibt.
  • Fassaden erkennt man daran, dass sie in sich zusammenfallen, sobald man sich mit sich selber auseinander setzen muss.
Ich bin unendlich froh, dass morgen der 26. ist und der sogar auf einen Samstag fällt, sprich ich kann am nächsten Morgen ausschlafen.
Ich muss in der Nacht telefonieren und reden. Sehr viel reden. Mich reflektieren, konfrontieren und einfach mal gerade so sein, wie ich mich tatsächlich fühle.
Vielleicht wird es dann ruhiger in mir und ich sortiere mich und kann mich in ein konstruktives Gespräch mit mir selbst begeben.
Wenn man damit ganz alleine steht, dann sieht man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht...

Ich weiß, Me. wird morgen Nacht sagen, ich soll M. abgeben. Das allerdings kann ich nach wie vor nicht, wobei ich denke, darauf wird es letztendlich hinauslaufen, Grenzen gezogen hin, Grenzen gezogen her. Nur jetzt gerade ist die Zeit noch nicht reif dafür. Es gibt für alles eine Zeit.

Oft und gerne denke ich an die Nächte und "Gespräche" mit dir, liebe Frau Sunray, zurück. Was gäbe ich für eine solche Möglichkeit sich auszutauschen, wie sie damals bestand. Ich konnte vieles von dir lernen und habe einige Dinge wie von Zauberhand plötzlich verstanden, weil du mir eine andere Sicht auf die Dinge, die mir vorher völlig unverständlich erschienen, gezeigt hast.

Aber weder den Schrank, noch die Lebenswerten oder dein Häuschen gibt es noch. Ich weiß nicht, wohin ich meine Worte richten soll. Also schreibe ich sie hier.

Sei gewiss, Schwesterlein, ich denke oft an dich und ich hab dich sehr lieb!

Mittwoch, 15. Dezember 2010

...

Zwei Sterne stehen am dunklen Nachthimmel.
Sie leuchten beide mit aller Kraft.
Einer von beiden wird erlöschen.
Klingt poetisch?!
Wie schön für euch.
Tauschen?

Samstag, 30. Oktober 2010

...

Ich freue mich, weil die Polizei heute auf dem Weg in den Nordem auf nem Autohof inner Pampa mein Auto stillgelegt hat.
Ich freue mich, weil ich eine Anzeige am Hals hab, für die ich nichts kann, weil ich nichts getan hab sondern nur getan wurde.
Ich freue mich, weil Menschen so vertrauenswürde Wesen sind.
Ich freue mich, weil ich nicht den blassesten Schimmer hab, was ich nun tun soll... wie ich zum Beispiel zu meiner über 20km entfernten Arbeit kommen soll und alles andere.
Oh jaaaa, meine Freude ist unbändig, es lebe der Galgenhumor...

*Galgenhumormodus aus*

Meine Ponyfrau ist der beste Mensch von der Welt... sammelte mich und meine Freundin ohne mit der Wimper zu zucken und völlig selbstverständich in der Pampa ein, die nicht mal eben um die Ecke ist... und das, obwohl sie und ihr Mann eigentlich etwas vorhatten.

Dennoch... ich lache nur, um nicht weinen zu müssen. Auch wenn sich das nur phasenweise vermeiden lässt.

Die Polizei waren übrigens auch tolle Menschen... über eine Stunde haben sie geduldig gewartet, damit wir Gott und die Welt anrufen konnten, um eine vorübergehende Lösung aus dem Ärmel zu schütteln, was am Ende jedoch leider doch nicht machbar war...

"Die Dinge existieren nur, wenn ich an ihre Existenz glaube"... ich glaube nicht dran. Das ist doch alles gar nicht passiert... mach mich wach und sag mir, dass ich nur einen bösen Traum hatte... Bitte!

Samstag, 3. Juli 2010

Wenn man...

...die Zeit anhalten könnte, wäre wahrscheinlich jetzt der richtige Augenblick dafür.
Ich weiß nicht, wann ich den Heimweg zuletzt mit leuchtenden Augen antrat.

Sonntag, 16. Mai 2010

Echos

Wenn eins, zwei, drei oder noch mehr Leute in eine Höhle rufen und ein Echo zurückkommt, dann ist alles richtig, alles normal und so, wie es sein sollte.
Wenn ich aber in die selbe Höhle rufe und dann nichts zu hören ist, bin ich dann zu blöd zu rufen, das Echo kaputt, oder bin ich gar nicht da, wo ich sein müsste?

Samstag, 1. Mai 2010

...

Ich hab dich lieb, große Freundin!
Sehr!

Sadiie

Irgendland im Nirgendwo

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Zweitbloghäuschen

Aktuelle Beiträge

Die Ego-Sau
Wenn jemand, der von Anbeginn der Zeit nur wenig oder...
Sadiie - 18. Mai, 23:26
Viel wärmer. Heute herrschen...
Viel wärmer. Heute herrschen arktische Temperaturen....
Sadiie - 29. Apr, 17:15
Damals
Als ich am Morgen ins Heute ging, traf ich das Damals. Zwei...
Sadiie - 27. Apr, 00:37
Man kann noch so gut...
Man kann noch so gut verdrängen und sich selber was...
Sadiie - 20. Apr, 23:53
Ohne-Leid
Wie weit sollte eigentlich Mitleid gehen? Oder wie...
Sadiie - 27. Feb, 19:34
Verraaaaaaat
Wurde mal Zeit, das Türschloss vom Bloghäuschen auszutauschen....
Sadiie - 19. Feb, 23:46
2014
Hallo 2014. Da bist du nun also und ich frage mich,...
Sadiie - 2. Jan, 01:19
Kettenspiel?
Ist doch irgendwie lustig. Kommt ein Menschlein daher...
Sadiie - 31. Dez, 01:30
Don Quichotte
Don Quichotte hat am Ende seines Lebens erkannt, wie...
Sadiie - 28. Dez, 02:33
Meine liebe große Freundin, ein...
Meine liebe große Freundin, ein weiteres Jahr musste...
Sadiie - 26. Dez, 05:57
Weihnachten
Ein neues Weihnachten. Gott, wie die Zeit rennt. Wer...
Sadiie - 25. Dez, 04:05
Dingidingidingi Wuselwuselwusel...
Dingidingidingi Wuselwuselwusel Dabadabadaba Deideidei
Sadiie - 17. Dez, 01:17

Counter


-Besucherzähler-

Es gibt hier nix zu sehen ;)

Status

Online seit 6768 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 18. Mai, 23:26

Rechtliches

Die Texte auf dieser Seite entspringen aus meinem Kopf und sind daher mein geistiges Eigentum! Wer hier kopiert, verletzt das Copyright und klaut! Daher ist dies nur mit ausdrücklicher Genehmigung meinerseits erlaubt! Desweiteren distanziere ich mich ausdrücklich vom Inhalt der hier verlinkten Seiten, da dieser nicht auf meinem geistigen Mist gewachsen ist! Falls unbedingt nötig, kann man per Mail Kontakt zu mir aufnehmen unter der Adresse Cateye3'ät'gmx.ch

Archiv
Briefe ohne Empfang
Der Sinn und das Leben
Dies und das
Kindheitserinnerungen
Lebenszeichen aus der Münster'schen
Ohrungeziefer
Poetische Ergüsse
Unernste Ecke
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren