Mittwoch, 18. Juli 2012

Du nahmst alle Farben mit

IDieses Bild erhebt keinerlei Anspruch auf allgemeine Vollkommenheit. Es ist für mich vollkommen, weil es für eine meiner besten Freundinnen ist, die im Dezember letzten Jahres plötzlich verstorben ist.

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Liebe Martina,
ich weiß nicht wo du bist, ich weiß nicht, ob wir uns je wieder sehen werden, und wenn ja, zu welcher Zeit an welchem Ort.
Da, wo du jetzt bist, mögen Ewigkeiten nicht länger als Minuten sein. Hier ist es genau andersrum. Jede Minute, in der ich an dich denke, ist eine nicht enden wollende Ewigkeit. Jede Ewigkeit schmerzt noch heute. Du fehlst mir sehr.
Hätte ich einen Wunsch frei, nur einen Wunsch... ich wüsste genau, was ich mir wünschen würde...
Ich wünsche mir meine Freundin zurück.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Weg und Ziel

In dunkler Gegend hab ich mich
hoffnungslos verirrt.
Nur Schwärze und kein Fünkchen Licht,
in dem es heller wird.

Voll Hoffnung gehe ich weiter
denn es ist bekannt,
Dass ein jeder Vorwärtsschreiter
am Ende sein Licht fand.

Wie weit auch noch der Weg dorthin,
egal wie oft ich fiel,
Wahrscheinlich liegt der wahre Sinn
im Weg und nicht im Ziel.


So oder so ähnlich vielleicht...

Mittwoch, 4. Juli 2012

...

ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts ich erzähl dir nichts !!!

Sonntag, 1. Juli 2012

Vom Dalai Lama und dem Trapez

Der Dalai Lama sagt, wer glücklich werden will, muss sich von dem lösen, was unglücklich macht.
Klare Aussage.
Er sagt, dass man unterscheiden muss zwischen dem, was einen vorübergehend nur gut fühlen lässt, ansonsten aber nirgendwo hin führt, und dem, was einem dauerhaft gut tut.
Schon weniger klar. Seiner Meinung nach ist das die größte Schwierigkeit.

Klingt so ein bisschen wie ein Vertrag, in dem das Kleingedruckte die eigentlichen Schwierigkeiten macht. Der Rest sieht erstmal ganz gut aus.

Ich wüsste vieles, was ich aussortieren sollte. Vieles und viele.
Die Frage ist, warum tu ichs nicht?
Vielleicht bin ich mir nicht sicher genug, was den Unterschied angeht. Hab ich ihn wirklich erkannt oder sollte ich mich geirrt haben?
Oder weil man sich doch wie immer so herrlich in Illusionen begeben und sich einreden kann, passt schon und ist doch ok?
Könnte aber auch sein, dass man Angst hat, am Ende mit nichts dazustehen, weil man sich von mehr trennt, als man zu Anfang geahnt hat.
Ist wahrscheinlich einfacher, nicht genauer hinzuschauen.

Der "Natürlich-haben-Sie-ne-Ahnung-Mann" sagte einst, man muss sich das bildlich vorstellen.
Wir sind Artisten und hängen an unserem schwingenden Trapez. Leider sind wir noch Anfänger und es geht um den ersten fliegenden Trapezwechsel.
Die Frage ist: Schaffen wir das? Erwischen wir das andere Trapez? Oder greifen wir daneben und fallen runter? Und wenn letzteres: Ist das Netz in Ordnung und fängt uns?
Wir haben Angst. Angst loszulassen und den Sprung in etwas Neues zu wagen.
Wie Recht er hatte.

Aber wie erfüllend ist es, immer nur an einem Trapez zu hängen? Irgendwie so gar nicht, wenn ich mir das mal versuche vorzustellen. Vor allem, weil das Trapez, an dem man hängt, immer mehr an Schwung verliert und der Sprung darum immer schwieriger wird.

Ok, so weit ist das alles klar.
Ich sehe: Der Dalai Lama und der "Natürlich-haben-Sie-ne-Ahnung-Mann" sind weise Menschen. Sie haben erkannt, wo es hakt.
Ich auch. Nur gesprungen bin ich immer noch nicht...

Freitag, 29. Juni 2012

Kinderwelten

Warum ich Kinder so sehr mag, hat manch einer schon gefragt.
Die meisten Kinder lieben dich, haben viele Menschen festgestellt.
Ich frage mich, warum man das überhaupt fragen muss, wo die Antwort doch so simpel ist.
Kinder sind die ehrlichsten Menschen, die man auf der ganzen Welt je treffen wird. Mal abgesehen von einigen -anteilmäßig eher geringeren- Ausnahmefällen.
Ein Kind IST. Es gibt nicht vor zu sein.
Was ein Kind denkt, das wird es immer sagen. Wenn ein Kind Abneigung gegen jemanden verspürt, wird es das immer zeigen.
Was ein Kind möchte und was nicht, lässt sich kaum übersehen. Und wenn ein Kind eine Meinung hat, wird sie kindlich-vehement vertreten ohne sich Gedanken über Folgen zu machen.
Diese Geschöpfe sind so rein in ihrem Herzen.
Sie führen nichts böses im Schilde.
Hinter ihrem Rücken spielt sich nichts ab. Die Vorderseite reicht immer.
Die Worte Falschheit und Hinterhältigkeit kennen sie nicht.
Kinder sind Sonne. Sind Leben. Sind Seifenblasenschlösser in den Wolken.
Sie beherrschen noch die Kunst, die Dinge in ihrer Einfachheit zu sehen.
In ihrer Welt wird gegeben und genommen. Ganz selbstverständlich.
Sie haben die Gabe, sich über kleine Dinge so zu freuen, als schenkte man ihnen die ganze Welt.
Sie besitzen noch die wunderbaren Fähigkeiten, an die sich die meisten Erwachsenen noch nicht einmal mehr erinnern können.
Kinder sind, wer sie sind, und daran muss man niemals zweifeln.
Sie glauben und sehen noch an das Gute im Menschen und sind beruhigend unvoreingenommen und frei von Vorurteilen.
Wer kann da noch fragen, warum ich Kinder so sehr mag?

Wahrscheinlich strahle ich genau das auch aus. Es ist kein Geheimnis, mit welch feinen Antennen diese kleinen Menschen ausgestattet sind.
Und wie man in den Wald ruft, so schallt es bekanntlich auch zurück.
Ich halte diese gegenseitige Zuneigung für eine Art Wechselwirkung.
Da wo ich offen, ehrlich und mit Respekt begegne, da bekomme ich Offenheit, Ehrlichkeit und Respekt zurück.
Zumindest in der Kinderwelt ist das noch so. In der engstirnigen Welt der Erwachsenen ist das leider viel zu oft nicht der Fall.
Die wenigsten sind gradlinig. Schlangenlinien verwirren und verunsichern mich.
Nein, eigentlich lassen sie mich immer wieder neu verzweifeln und machen schier wahnsinnig.
Kinder sind die besseren Menschen und damit die angenehmste menschliche Gesellschaft, mit der man sich umgeben kann.

Was daran nicht zu verstehen sein soll, ist mir schleierhaft...

Donnerstag, 28. Juni 2012

Mutter und Kind und Unbelehrbare

Reden wir doch heute mal über Porzellan.
Porzellan ist doch ein sehr schönes Thema.
Was weiß man darüber?
Man weiß, es geht kaputt, wenn man nicht aufpasst.
Man weiß, es ist teilweise wertvoll.
Je dünner und älter desto wertvoller. Gleichzeitig aber auch viel leichter kaputtbar.

Es ist bekannt, dass Porzellans Mutter die Vorsicht ist.
Sie transportiert ihr Kind umsichtig in einer Kiste.
Passt auf, dass es sicher verpackt ist und dass ihm nichts geschieht.
Darüber, wohin sie es trägt, lässt sich nur mutmaßen.
Ich bin mir aber fast sicher, dass Mutter Vorsicht einem mit den Kind Porzellan auf Schritt und Tritt folgt.
Schließlich ist man lange bekannt und gut befreundet.
Wohin ich allerdings unterwegs bin, weiß ich selber nicht so genau. Das angestrebte Ziel liegt irgendwo da, wo die Zufriedenheit wohnt. Die genaue Adresse fehlt mir und ganz davon abgesehen habe ich mich glaube ich sowieso verlaufen, bin mir aber hin und wieder doch sicher, dass alle Wege irgendwann nach Rom führen.
An irgendetwas muss man ja schließlich glauben... - oder so tun als ob.

Manchmal geht einem die Vorsicht dennoch auf die Nerven.
Man ist jung, man will was erleben und nicht schleichen wie eine Oma. Darum saust man um Ecken, geht im Zickzack und geht auch mal spannendere Wege.
Manchmal vergisst man dabei Mama Vorsicht und ihr Kind. Oder man ist genervt von ihren fortwährenden Warnungen.

Nicht selten stolpert die Vorsicht. Das Porzellan wird kräftig durch geschüttelt. Die Vorsicht wird dann sauer und schreit.
Man selber schreit genervt zurück.
Manchmal geht ein Weg gut. Aber nicht selten fällt die Vorsicht mit ihrer Kiste zu Boden.
Dabei spielt es keine Rolle, wie dick das Porzellankind angezogen und gepolstert wurde. In der Regel zerbricht es trotzdem.

Die Vorsicht ist dann außer sich vor Wut. Man möchte vor ihr fort laufen, aber sie lässt einem gar keine Chance.
Zerknirscht gibt man ihr Recht.
Ja, Vorsicht, du hattest Recht. Ich hätte auf dich hören sollen.
Aber zu spät, man ist Schuld, dass das Porzellankind verletzt ist und leiden muss.

Manchmal wird es wieder gesund, manchmal ist es nicht mehr zu retten.

Die Vorsicht ist irgendwann ein weiteres mal Mutter geworden.
Man nimmt sich vor, von nun an auf sie zu hören... und stellt kurz darauf fest, dass man sich immer noch nicht verändert hat.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Ich schon wieder

Ich bin schon wieder beim Thema "Ich sein" oder "Wer bin ich denn?"
Beim Versuch vor einigen Tagen genau das raus zu finden, stolperte ich über die drei Sadies aus drei verschiedenen Blickwinkeln:

Die doofe Sadie (Außenansicht),
die doofe Sadie (meine Ansicht) und die
eigentlich gar nicht so üble Sadie (Außenansicht).

Ich glaube, bei dem Versuch, heraus zu finden, was davon denn nun eigentlich richtig ist, habe ich etwas übersehen:
Wenn ich doch davon ausgehen muss bzw. weiß, dass niemand um mich herum nur gute oder nur schlechte Anteile und Eigenschaften besitzt, weil es das gar nicht geben kann, wie komme ich denn dann auf die verrückte Idee, dass das bei mir anders ist?
Wenn alle Menschen eine Mischung sind, wieso gestehe ich mir dann nicht ebenfalls zu, ebenfalls eine solche Mischung zu sein?
Die ganze Zeit frage ich mich, bin ich gut, bin ich schlecht? Dabei kann ich gar nicht eines ohne das andere sein.

Wie konnte ich das übersehen, vor allem, weil es doch gar kein Geheimnis ist, das ich Schwierigkeiten damit habe, bei anderen etwas zwischen dem schwarz und weiß zu erkennen.
1000 mal habe ich über Menschen nachgedacht, die nicht in mein schwarz-weiß-Schema passen. 1000 mal habe ich darüber geflucht, weil der Kopf davon wusste und der Rest damit bis heute seine liebe Not hat. 1000 mal hab ich versucht, anderen meine Sicht auf die Dinge zu erklären... und 1000 mal habe ich übersehen, das ich eigentlich nichts anderes bin.

Manchmal ist das Leben verrückt. Das ist mir tatsächlich vor einigen Tagen erst aufgefallen.

Danke, liebe Janine, für dein geduldiges Ohr, das dem Kopf die Gelegenheit gab, diesen Denkanstoß nach all den Jahren endlich einmal wahr zu nehmen.

Samstag, 23. Juni 2012

Körper und Seele

"Körper und Seele sind nicht unabhängig voneinander, sondern beeinflussen einander gegenseitig."

Eben gelesen, kurz drüber nachgedacht und zu dem Ergebnis gekommen:
Jop, das ist es!

Ich habe innerlich das Gefühl, zwar zu rotieren und von A nach B zu rennen, aber gleichzeitig scheint es, als dürfte ich mich ja kein stück zu viel bewegen. Bloß nicht ausholen, ganz egal ob bewusst oder unbewusst. Jede kleinste Bewegung vor ihrer Ausführung genauestens durchdenken und abwägen, was passieren könnte oder nicht. Und dann immer wieder feststellen, es wäre besser, sich nicht zu bewegen sondern stocksteif da zu stehen und alles einfach geschehen lassen, weil das das kleinere Übel wäre.

Seit gestern sind meine Rückenschmerzen wieder richtig schlimm. So schlimm, dass es sich anfühlt, als wäre meine Wirbelsäule wirbellos und viel eher ein Besenstiel. Stocksteig.
Dem Kopf ist dabei natürlich klar, dass niemand auf der Welt einen Besenstiel im Kreuz hat und sehr wohl durch natürlich vorhandene Wirbel gut beweglich ist, aber es fühlt sich anders an.
Eine Probe gestern hat ergeben, dass ich mich sehr wohl bewegen kann. Ich musste doch versuchen, diesen einen Wirbel zwischen den Schulterblättern wieder an seinen richtigen Platz zu bekommen. Ich kann mich drehen und beugen und strecken und alles. Trotzdem bin ich ein steifer Stock.
Durch die Rückenprobleme seit gestern habe ich wahnsinnige Kopfschmerzen. Es zieht den Nacken hoch und endet dauerhaft quälend im Hinterkopf. Es zieht.
Der restliche Kopf reagiert seinerseits mit einem dumpfen Gefühl. Das zieht nicht, das drückt.
Der Zustand lässt sich beschreiben mit "Als wäre ich aus großer Höhe mit dem Kopf auf Betonboden geknallt".

Das seelisch bedingte Körperliche wirkt seinerseits nun also wieder auf die Seele ein.
Meine Stimmng ist zum Kotzen. Grauenvoll. Fürchterlich.
Das macht, dass noch mehr Gedanken als vorher entstehen. Die verstärken jedoch noch mehr die Kopfschmerzen, weswegen ich den ganzen Tag schon immer wieder schlafe.
Das Schlafen allerdings ist -Überraschung- dann doch mal was Positives... zumindest, was das Innen angeht.
Wie eine Auszeit.
Was es körperlich als Wechselwirkung mit mir anstellt, ist mir in diesem Moment allerdings noch nicht ganz klar.

Fazit:
1. Körper und Seele sind weit entfernt von Einklang.
2. Je mehr ich schlafe, desto schneller ist Montag.
3. Am Wochenende vor sich hin zu vegetieren ist scheiße. Aber sei den anderen doch geselliger Spaß gegönnt.

Ich geh wieder schlafen.

Sadiie

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