Auch wenn das jetzt seltsam klingt, aber... ich gratuliere.
Nur so geht es weiter. Der nächste Schritt ist zumindest angefangen worden.
Egal was es ist, es ist besser du beginnst es "aufzuessen" als das es das mit dir irgendwann tut. Und das tut es, immer, irgendwann, wenn man sich seinen Ängsten nicht irgendwann stellt.
Ich hab da auch so Dinge gehabt, z.B. die Sache von der ich letzte Tage so ausführlich erzählt habe. Das war eine Sache über die konnte ich noch nicht mal MIT MIR selber, IN meinem Kopf "reden". MIttlerweile geht es.
Und es gibt Themen, über die kann ich, wenn ich sie aussprechen will oder muss, nur in einer sehr distanzierten und manchmal auch abstrakten Form sprechen, andernfalls stockt das Wort und jeder Versuch es zu artikulieren würde zu extremen Reaktionen führen.
Der Tod meines Hundes ist so eine Sache. Sehr emotional. Kann ich nur drüber reden, wenn ich vom Kopf her woanders bin, nicht wirklich IN der Erinnerung daran. Nur mit dieser Distanz kann ich dann (mittlerweile) scheinbar locker bleibend darüber sprechen. Aber wehe ich gehe zu dicht an den Kern heran, fühle die emotionale Erinnerung, dann.... geht nichts mehr.
Sommer, ich saß mit meiner Mutter im Garten und versuchte ihr zu erklären wieso ich mir dort nicht mehr wirklich zuhause fühle. Es war weil mir in dem Garten mittlerweile einfach etwas fehlt, etwas das nicht mehr da ist, wie in Loch in der Welt. Es war der Hund, der nicht mehr auf der Wiese liegt. Ich kam bei den Worten nur bis "Es ist..." und dann war sehr schlagartig Schluß, saß ein Stopfen in meinem Hals und ich konnte nichtmal mehr Luftholen.
Ich habe leider noch so einige Dinge in mir, wo ich nur sehr schwer drüber sprechen kann, wenn ich emotional eben bei der Sache und damit wirklich dran am Thema bin.
Aus der Erfahrung heraus, auch mit der Psychotherapie die ich mal gemacht habe, in Münster, es ist ein mitunter langer Weg und es fangen viele Dinge genauso oder ähnlich belastend an. Aber sie sind der Anfang.
Geh weiter J. ! Du kannst dabei nur gewinnen, für Dich und damit für Alle.
ich weiß was du meinst mit dem nicht aussprechen können. Ich habs auch nicht ausgesprochen. Ich hab es aufgeschrieben. So wie ich es vor Jahren nur machte, weil mir ebenfalls sämtliche Worte im Hals stecken blieben. Sie waren wunderbar vorformuliert - kamen nur nicht raus. Waren noch zu groß und zu beängstigend. Ich begann zu schreiben. Ich tat kaum noch etwas anderes. Einmal geschrieben und auf Papier sichtbar wurde es langsam besser. Da begann sich was zu verändern. Die Wörter verloren an Schrecken.
Aber manchmal, so wie gestern, fällt man wieder ein kleines Stückchen zurück, weil da etwas neues schreckliches ist, was bearbeitet werden will. Und es war das gleiche Muster, wie früher. Nachdem einmal geschrieben, wagte ich vorsichtige Worte zu sprechen. Und dann war die Zeit um, was ganz gut war. Morgen geht es weiter und ich bin froh, dass es kein Zurück gibt.
Der Tag gestern war hart, aber jetzt muss ich weitergehen. Mein Lohn wird dann wohl sein, dass es besser wird.
Einen ganz lieben Gruß an dich!
Online seit 6330 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 18. Mai, 23:26
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Gut so
Nur so geht es weiter. Der nächste Schritt ist zumindest angefangen worden.
Egal was es ist, es ist besser du beginnst es "aufzuessen" als das es das mit dir irgendwann tut. Und das tut es, immer, irgendwann, wenn man sich seinen Ängsten nicht irgendwann stellt.
Ich hab da auch so Dinge gehabt, z.B. die Sache von der ich letzte Tage so ausführlich erzählt habe. Das war eine Sache über die konnte ich noch nicht mal MIT MIR selber, IN meinem Kopf "reden". MIttlerweile geht es.
Und es gibt Themen, über die kann ich, wenn ich sie aussprechen will oder muss, nur in einer sehr distanzierten und manchmal auch abstrakten Form sprechen, andernfalls stockt das Wort und jeder Versuch es zu artikulieren würde zu extremen Reaktionen führen.
Der Tod meines Hundes ist so eine Sache. Sehr emotional. Kann ich nur drüber reden, wenn ich vom Kopf her woanders bin, nicht wirklich IN der Erinnerung daran. Nur mit dieser Distanz kann ich dann (mittlerweile) scheinbar locker bleibend darüber sprechen. Aber wehe ich gehe zu dicht an den Kern heran, fühle die emotionale Erinnerung, dann.... geht nichts mehr.
Sommer, ich saß mit meiner Mutter im Garten und versuchte ihr zu erklären wieso ich mir dort nicht mehr wirklich zuhause fühle. Es war weil mir in dem Garten mittlerweile einfach etwas fehlt, etwas das nicht mehr da ist, wie in Loch in der Welt. Es war der Hund, der nicht mehr auf der Wiese liegt. Ich kam bei den Worten nur bis "Es ist..." und dann war sehr schlagartig Schluß, saß ein Stopfen in meinem Hals und ich konnte nichtmal mehr Luftholen.
Ich habe leider noch so einige Dinge in mir, wo ich nur sehr schwer drüber sprechen kann, wenn ich emotional eben bei der Sache und damit wirklich dran am Thema bin.
Aus der Erfahrung heraus, auch mit der Psychotherapie die ich mal gemacht habe, in Münster, es ist ein mitunter langer Weg und es fangen viele Dinge genauso oder ähnlich belastend an. Aber sie sind der Anfang.
Geh weiter J. ! Du kannst dabei nur gewinnen, für Dich und damit für Alle.
ich weiß was du meinst mit dem nicht aussprechen können. Ich habs auch nicht ausgesprochen. Ich hab es aufgeschrieben. So wie ich es vor Jahren nur machte, weil mir ebenfalls sämtliche Worte im Hals stecken blieben. Sie waren wunderbar vorformuliert - kamen nur nicht raus. Waren noch zu groß und zu beängstigend. Ich begann zu schreiben. Ich tat kaum noch etwas anderes. Einmal geschrieben und auf Papier sichtbar wurde es langsam besser. Da begann sich was zu verändern. Die Wörter verloren an Schrecken.
Aber manchmal, so wie gestern, fällt man wieder ein kleines Stückchen zurück, weil da etwas neues schreckliches ist, was bearbeitet werden will. Und es war das gleiche Muster, wie früher. Nachdem einmal geschrieben, wagte ich vorsichtige Worte zu sprechen. Und dann war die Zeit um, was ganz gut war. Morgen geht es weiter und ich bin froh, dass es kein Zurück gibt.
Der Tag gestern war hart, aber jetzt muss ich weitergehen. Mein Lohn wird dann wohl sein, dass es besser wird.
Einen ganz lieben Gruß an dich!
Sadie - dankt dir sehr für deine Worte!