Poah, ich staune über mich selber...
Liebes Schwesterchen, du hattest recht, du nimmst Angst! Als ich die Bilder machte, hätte ich niiiiieeeee gedacht, dass die jemand zu sehen kriegt und überhaupt... die Tatsache, dass ich gar nicht mehr wusste, dass ich die hab, obwohl das erst im Oktober gewesen sein müsste, lässt den legt den Verdacht nahe, dass ich selber davon auch nichts mehr wissen wollte... bis heute.
Ein riesiges Dankeschön an dich! Du gibst mir Selbstbewusstsein zurück, dass irgenwo irgendwann mal verschütt gegangen war.
*grins* Komm ich grad echt nicht drüber weg. Aber so'n bisschen Lunte gerochen hab ich glaub ich... abwarten gell? Vielleicht mal im Mai...?! Tee trinken jetzt!
Guat's Nächtle dir und schöne Träume!
Ich habe lange und viel über dich und mich nachgedacht.
Weißt du, ich glaube das bist gar nicht du, die ich so vermisse. Du bist nicht mehr du. Ich vermisse dein früheres Du. Und die Zeit, die wir miteinander hatten.
Beides jedoch ist weg und kommt nicht zurück.
Dein neues du mag ich nicht. Es hat mich verletzt, in einem Moment, wo ich arg- und wehrlos war. Und die alte Zeit wird auch nicht zurück kommen, schon alleine deshalb nicht, weil ich mich nicht mehr darauf einlassen kann. Was wäre das denn, wenn ich immer nur auf der Hut vor dir wäre?!
Das, was war, war sehr schön, aber so oder so, es ist vorbei.
Und ich glaube auch nicht, dass ich dich noch lieb habe. Zu viel Wasser ist durch den Rhein geflossen und gestern schien ich endlich sehr klar zu sehen.
Ich hatte dich lieb, aber ich kann dich nicht mehr lieb haben. Ich versuchte es und bemerke jetzt, dass es gar nicht mehr geht. Das kann es gar nicht mehr.
Darum höre ich zu Recht auf zu Hoffen, denn es wäre definitiv die falsche Hoffnung. Hoffen, dass es so wird wie es war?! Das schließt sich von ganz von selbst aus.
Du und ich, wir hatten eine sehr schöne Zeit, die ich im Grunde auch nicht missen will. Dennoch verwische ich die Zeichen dieser Zeit momentan bewusst da, wo mir erinnern weh tut.
Ich schließe dich hiermit aus meinem Leben aus, denn da gehörst du nicht mehr hin.
In diesem Satz wirst du keinen bösen Unterton finden, es handelt sich nur um eine nüchterne und realistische Feststellung meinerseits.
Du willst mit mir reden? Gut, rede. Aber erwarte nichts. Ich werde kommen und ich werde zuhören, das bin ich dir schuldig. Ich werde das Gespräch aber auch dann abbrechen, wenn du mich angreifst oder mir Schuld zuzuschieben versuchst oder mich anderswie versuchst zu verletzen. Dann nehme ich meine Sachen und gehe sofort und ich werde nicht zurückkehren.
Vielleicht geschieht in diesem Gespräch ja doch ein kleines Wunder, wer weiß das schon. Dann bin ich auch dafür einigermaßen offen und bereit mich von ihm überraschen zu lassen. Aber so wie die Dinge liegen ist es ganz gut, dass du und ich gerade getrennte Wege gehen.
Aber ich bin gespannt, was du sagen wirst.
Jedenfalls... ich hab begriffen, dass ich nur die Vergangenheit vermisse. Das hilft mir sehr viel weiter. Irgendwann einmal werden die Erinnerungen nicht mehr so weh tun. Das Vermissen wird nachlassen und ich kann mich über all das Gewesene freuen. Bis dahin jedoch mag ich so wenig an diese Zeit denken, wie möglich.
Danke für diese Zeit! Wir brauchten all das damals beide...
In der Nacht auf Neujahr träumte ich von dir. Wir waren beide noch jung, ich war noch lange nicht volljährig.
Dein Vater war ein böser Mann. Er schlug dich, er demütigte dich, er tat anderes Schlimmes...
Ich musste vieles mit ansehen. Mir blieb in meinem zarten Alter nichts anderes, als dir danach den Kopf zu streicheln und deine Tränen zu trocknen.
Als ich es aber nicht mehr aushalten konnte, da stellte ich mich zwischen dich und deinen Vater. Er ignorierte mich. Er schob mich einfach zur Seite und machte da weiter, wo er aufgehört hatte. Deine Mutter sah zu.
Also beschlossen wir, davon zu laufen. Das war gefährlich. Wenn er uns gefunden hätte, dann...
Wir versteckten uns in einer Scheune. Da war Markt. Plötzlich brannte es. In Panik liefen die Leute raus. Wir mit ihnen.
Draußen stand bereits die Feuerwehr - und dein Vater, der uns noch nicht gesehen hatte. Wir liefen weg, so schnell und so weit wir konnten. Dann wachte ich auf.
Im Moment träum ich wieder ziemlich viel und ziemlich wirr. Das ist eine Nebenwirkung des Doneurins.
Letzte Nacht aber -neben all den Ponies und Kindern und Adoptiveltern und alter Stall mit Bi-Mädels, was ich meinem Bruder erzählen musste und auch dass die eine im Gefängnis war und er trat mich, war total sauer auf mich und lief weg und mal wieder Frau M. und McDonalds und Kaffee mit Speck und Würstchen (iiih, ich bin doch Vegetarier) und Klopperei zwischen mir und türkischen Jungs- träumte ich Folgendes:
Meine Cousine schlief bei mir. Sie ist 5 Jahre älter als ich und sah irgendwie nur ein bisschen so aus, wie sie.
Sie saß völlig fertig in meinem Bett und weinte bitterlich. Sie könnte mir nicht sagen, was sie getan hat, sagte sie. Es sei so schlimm und sie schäme sich so sehr.
Wieder war alles, was ich tun konnte, da zu sein und Tränen zu trocknen.
Stockend begann sie dann doch zu erzählen. Es ging um die Arbeit im Lottogeschäft, einen Arbeitskollegen und Geld. Und dann nrach sie ab, begann erneut zu weinen und meinte, dass sie mir das nicht sagen könnte.
In meinen Armen schlief sie ein und ich begann das nächste zu träumen.
Als ich wach wurde, da ging ich noch mal alle Träume der Nacht durch. Bei diesem Traum stutzte ich, denn ich glaubte zu erkennen, dass es nicht um meine Cousine ging sondern um dich. Woran ich das festmache weiß ich nicht. Es ist so ein Gefühl...
Und da stehe ich nun und denke an dich und ich bin aufs neue fasziniert über den Titel des Buches "Ich hasse dich - Verlass mich nicht"... ich weiß nicht, was ich will!
So ihr Süßen,
ich verschwinde dann mal ins Krankenhaus. Bin hoffentlich morgen oder übermorgen oder Montag wieder da. Vielleicht wollen die mich ja auch gar nicht da haben....Haltet die Öhrchen steif ;-)
Alles Liebe!
Oha, ja sowas, eine Nachricht von dir. Sie brachte mich ein wenig aus dem Konzept, denn ich hatte nicht damit gerechnet. Bianca brachte mich wieder rein. Ehrlich gesagt hab ich die Nachricht recht schnell wieder vergessen.
Ich kann nicht behaupten, dass ich mich drüber gefreut hab. Nee, die Zeit, wo ich durch die Gegend springe und rufe "Die Anuschka hat geschrieben, die Anuschka hat geschrieben" ist wohl schon seit einigen Wochen vorbei. Ich habe Distanz geschaffen, meine ganz eigene.
Es war jetzt aber auch nicht so, als hätte mich da irgendwas Negatives bei über den Haufen gerannt, das nun auch nicht.
Neutral, mehr war es nicht. Irgendwie relativ gleichgültig und das hat mich dann ebenfalls überrascht.
"Ich muss mit dir reden" sagst du. "In Ruhe". Das ist schön, dass dir das auch auffällt. Leider hätten wir schon vor fast 2 Monaten reden müssen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das jetzt überhaupt noch will oder muss. In der Zeit, wo ich dringend mit dir hätte reden wollen, da wolltest du anscheinend nicht. In den letzten Wochen, hab ich mich dann soweit berappelt, dass ich behaupten kann "Reden?! Jetzt noch?! Weiß ich noch nicht."
Verstehst du, ich bin dabei, über dich hinweg zu kommen. Mein normales, altes Leben hat mich wieder und ich befinde mich inmitten wunderbarer Menschen und ich weiß nicht, ob es richtig wäre, das zwischen uns wieder aufzuwärmen oder zu reden. Ob es das wert wäre.
Es würde nie mehr so wie es war. Mein Vertrauen ist weg, so leid mir das vielleicht tut. Es wäre wahrscheinlich klüger, alles auf sich zu beruhen lassen und meinen Weg ohne dich weiter zu gehen. Nicht nur, weil ich nach wie vor von dir enttäuscht bin (noch einmal: nicht wegen der Sache selber, nur das wie hat es so schlimm gemacht), nicht mehr vertrauen kann und mich echt ein wenig vereimert fühle, nein. Auch deshalb, weil ich es mir Angst macht. Ein Schlussstrich ist eine wunderbar angenehme und klare Sache. Es ist ganz einfach. Wenn wir aber reden, dann könnte das Konsequenzen nach sich ziehen, die ich noch nicht überschauen kann, und das scheint mir in dieser Situation zwischen dir und mir einfach zu gefährlich. Ich will mich nicht wieder verlieren und ich will nicht wieder verletzt werden.
Und während ich gerade in mich hineinhorche, höre ich auch noch eine gehörige Portion Trotz zetern. "Warum nur springen, wenn sie pfeift? In einer Freundschaft herrscht Gleichberechtigung." Und ich höre der Stimme zu und gebe ihr Recht. Ich bin bei der ganzen Sache völlig untergegangen. Du findest das, du brauchst jetzt dieses, dann willst du aber jenes und ich war dabei nicht wichtig.
Ich muss nachdenken, Anuschka, ganz viel nachdenken. Und ich weiß noch nicht, was dabei herauskommt. Aber eins kann ich dir sagen - ohne Rücksicht auf Verluste werde ich diesmal tun, was ich gerade brauche, will und muss. Ich!!!!
Dumme Sache, da speicher ich eben die Fotos vom alten Handy auf das neue um, weil ich die hier zum Teil reinstellen wollte, und stolper dabei über Fotos von dir und meinem Hund. Ich hatte ganz vergessen, dass ich im alten Handy noch Fotos von dir hatte... und noch zwei schrecklich dunkle, Gott sei Dank schwer zu erkennen, von unseren nächtlichen Skip-Bo(rderline)-Gelagen im Raucherraum...
Doof!
Nu bist du wieder in meinem Kopf, dabei war es da heute relativ ruhig und nett drin.
Ok, wenn also alles, was einem passiert, einen Sinn hat, dann auch das. Überleg. Vielleicht soll mir das sagen, dass ich da halt durchmuss und es nicht funktioniert, mich nicht an dich zu erinnern, obwohl ichs versuche. Tauchst du auf, denke ich an was anderes, bevor du überhaupt erst Gestalt gewinnst.
So, drüber nachgedacht, wenn auch nur kurz, aber mehr mag ich jetzt nicht und nu - kschksscccchhhhh!!!! - raus aus meinen Gedanken, aber dalli!
Da hast du nix verloren und da will ich dich auch im Moment nicht haben.
Mir gehts grad viel zu gut dafür, also scher dich weg!
Liebe große Freundin!
Immer, wenn wir uns länger nicht gesehen haben und uns dann so wie gestern doch mal wieder verabreden, muss ich daran denken, wie damals alles begann und was alles geschah.
Als wir uns kennenlernten, war ich 13. Du warst gerade 33 geworden und die Freundin des Hofbesitzers, wo unser Pferd damals stand, und ich... ich war nur ich. Nicht klein, aber selber klein gemacht und sehr in mich gekehrt und so unglücklich, weil ich meine Freunde vom alten Stall vermisste. Ich kannte dich vom Sehen und aus dem Reitunterricht, den du manchmal übernahmst.
An diesem einen Abend warst du mit Maruschka auf dem Springplatz. Ich saß in der Dämmerung auf dem Wall und sah dir beim Reiten zu. Es war kurz vor den Osterferien.
Plötzlich hieltest du vor mir an.
"Bist du in den Osterferien zu Hause oder fährst du weg?"
Ich war überrascht, dass du mich das fragtest. Damit hatte ich nicht gerechnet, du warst doch die Freundin des Hofbesitzers!!! Aber ich sollte noch mehr überrascht werden.
Als ich nämlich sagte, ich würde nicht wegfahren, fragtest du mich, ob ich mich in der Woche, die du nicht da bist, um Maruschka kümmern möchte - putzen, reiten, alles.
Ich war platt, aber ich hab mich so gefreut darüber. Klar wollte ich. Und wie.
Also: Proberitt auf Maruschki.
Du warntest mich vor. "Wenn du galoppierst, bleib auf dem Zirkel, sonst kann man sie schwar halten, das ist eine kleine Rennmaus..."
Ha, ich habs noch nicht mal geschafft, sie auf dem Zirkel zu halten an diesem Tag und natürlich zischten wir kreuz und quer über den Platz, wie eine Rakete. War aber nicht schlimm, du warst kein bisschen böse.
In den nächsten Tagen gabst du mir ein bisschen Unterricht auf der Süßen und dann warst du eine Woche weg.
Als du wiederkamst, war ich ein bisschen traurig. Ich kam mit Maruschka mittlerweile super zurecht und fand es schade, dass die Woche schon um war. Du Liebe aber hast mir angeboten, ich könnte sie doch auch weiter ein paar mal ie Woche reiten, du hast eh wenig Zeit und schaffst es meist nur am Wochenende mal drauf zu sitzen... Oh, was war ich glücklich!
So fing alles an.
Ein Jahr ritt ich Maruschka noch, dann hab ich es nicht mehr geschafft, weil wir mittlerweile an einem anderen Stall standen, wo ich neben meinem noch 2 andere Pferde hatte, um die ich mich regelmäßig kümmern musste.
"Behalt mal noch den Schrankschlüssel" hast du gesagt. "Wer weiß, ob du den nicht noch mal brauchst".
Ein Jahr später (wieder ein anderer Stall) sagtest du, du würdest Maruschki verkaufen, wegen zu wenig Zeit. Mir würdest du sie schenken, sagtest du, mit allem Zubehör. Meine Eltern waren dagegen.
Sporadisch hatten wir hin und wieder Kontakt. Mal gar nicht, mal etwas mehr, meistens aber doch dann gar nicht.
Im Sommer traf ich dich auf einem Turnier, nachdem wir ewig nichts voneinander hörten. Es war eine psychisch sehr kaputte Phase damals. Ich trug ein T-Shirt. "Hast du dich da verletzt?" Ich ging nicht sehr drauf ein, entschuldigte mich per SMS ein paar Tage später. Du hast dir das alles schon gedacht, sagtest du nur. Und "es ist ok".
Länger wieder kein Kontakt, erst 2003 wieder. Deine Nummer gab mir deine Schwester, als ich im Laden anrief und nach dir fragte. Ich kann euch beide am Telefon heute noch immer nicht auseinanderhalten.
Es folgte eine schöne intensive Zeit. Ich war oft mit dir am Stall oder bei dir zu Hause.
Ich weiß noch, wo ich mir in Münster die Uni ansah, mit Dominik und Janine und Frau A.-S., da kam eine SMS von dir, dein Vater sei gestorben... Es war ein Geben und Nehmen, von Anfang an. Du warst nicht die Große und ich die Kleine... wir waren beide gleich. Geschenk für deine Schwester im Centro kaufen - ich weiß noch, in dem einen Laden war das billigste, was ich sah, ein Schal... und der kostete 65 Euro... Es war schön - Bis deine Lernzeit anfing.
Du wolltest keinen Kontakt mehr, wegen wieder zu wenig Zeit und ich geriet richtig in Panik. Ich verstand nicht. Ich war traurig, ich war sauer und ich war enttäuscht.
"War das alles eine Ausnahme?" fragte ich?
-"Ja, weil du so ein liebes Schätzchen bist!"
Damit konnte ich nichts anfangen.
Ich hab nicht verstanden, dass diese Situation nur so lange dauert, wie du lernen musst für deine Prüfung. Hätte ich das gewusst, aber ich wusste es nicht.
Nach einem erneuten Gespräch mit dir hatte ich es dann endlich begriffen. Keinen Kontakt jetzt, aber nicht für immer. Ach soooooo....
Nachdem ich das einmal kapiert hatte, war es kein Problem mehr. Ich vertraute dir und damit hatte sich das.
Als wir wieder Kontakt hatten, hattest du mittlerweile ein neues Pferd- Aquarius.
Geplant war der Kauf nicht, er war ein Notfall.
Du suchtest jemanden, der ihn für dich reitet, wenn du keine Zeit hast, wolltest aber nicht irgendwen, du wolltest mich.
"Siehst du, war richtig, dass du die Schlüssel noch behalten hast!"
So ritt ich das Schätzchen 2-3 mal die Woche. Das fiel in die Zeit, wo ich eine krasse Essstörung hatte. Wie ich das neben meinem Praktikum mit knapp 50 Kilo bei meiner Größe noch schaffte, ist mir noch immer ein Rätsel.
Im Februar 2005 lag ich wegen einer OP im Krankenhaus. An dem Tag, wo ich entlassen wurde, hattest du in der selben Stadt ein Seminar, also fuhr ich mit meiner Reisetasche dorthin und du brachtest mich nach Hause.
Als du mich -mittlerweile nur noch 47 Kilo- sahst, erschrackst du sehr. Du wolltest nicht mehr, dass ich Aquarius reite. Erst sollte ich wieder zunehmen. "Du kannst ja kaum noch den Sattel schleppen!" sagtest du und nahmst mir meine noch viel schwere Reisetasche ab. Es folgte der erste Klinikaufenthalt. Nach der Entlassunf wog ich 54 Kilo und hatte deinen Segen, um weiter zu reiten.
Ein paar Monate später rettetest du mich davor eine Scheinehe einzu- und damit einen großen Fehler zu begehen.
Als ich dir unter Tränen von der Geschichte erzählte, hast du mit geheult, weil ich das partout nicht rückgängig machen wollte. "Ich hab es denen doch versprochen..."
Lange lange haben wir geredet, ich bekam am Ende Wein und Klosterfrau Melissengeist und konnte endlich den Hörer in die Hand nehmen und per Telefon alles abblasen. Das zog den Verlust zweier Freundschaften mit sich und ich weinte bitterlich.
Du warst da! Du nahmst mich in den Arm und wiegtest mich wie ein Kind. Als ich wieder einigermaßen beieinander war, gingen wir mit deinem Hund in den Wald und fuhren danach zum Stall.
"In dem Zustand lass ich dich nicht alleine" sagtest du, und so schlief ich die Nacht auch bei dir. Am nächsten Tag brachtest du mich zur Grundschule, wo ich Praktikum machte. Mein Handy hast du zwei Tage lang behalten "damit die dich gar nicht erst erreichen können!".
Als du letztes Jahr im Oktober schriebst, du würdest aufgrund Lernerei wieder abtauchen und dich erst im Mai wieder melden, war das gar kein Problem mehr. Ich wusste, woran ich bin und ich wusste, wenn du das sagst, kann ich dir vertrauen. Ich wartete sogar noch bis Juni und auch das war ok. Klar sagte ich zwischendurch, wenn Bianca und ich mal fast bei euch am Hof vorbei ritten (Aquarius ist ja seitdem in Berlin bei deiner Freundin, darum reite ich ja jetzt Biancas Tinker) "Haaach, wann ist endlich Mai...", aber naja, ich konnte warten.
Grins, und ich erinner mich noch an das Lernen für meine doofe Bioklausur mit den Synapsen und allem und an dein Punktesuchen an meinen Fingern und Füßen für deine Prüfungen.
Große Freundin, ich hab dich lieb!
Irgendwann hast du mal gesagt, bei einer richtigen Freundschaft spielt es keine Rolle, ob man sich mal lange nicht sieht. Man hat immer einen Draht zueinander und der geht auch nicht kaputt.
Wir haben so einen Draht! Trotz 19 Jahre Altersunterschied! Vor kurzem erst schriebst du mir "Gleichberechtigt warst du übrigens schon immer".
Ich drück dich! Schon 10 Jahre lang!
Jenny - könnte noch sooooo viel mehr schreiben, aber Oberhausen ruft...
Noch einmal ein großes Danke für die Sicherheit, die du mir gabst, wo ich sie gestern so sehr brauchte, und für deine Worte, die so wohl taten.
Wir beide, du und ich, wir werden es irgendwann geschafft haben. Hand in Hand, weil zu zweit ist leichter :-)
Knuddel dich ganz dolle!
Jenny
Auch wenn ich sowas in der Art wohl schon gestern sagte - geschriebene Worte verblassen nicht so schnell wie gesprochene.
Und wieder höre ich dich sagen "...aber ich hab doch gar nichts gemacht..." - das überhör ich aber einfach ;-)
"Wenn du nur eine Karte auf der Hand hast, ist es schwer, zwei verschiedene zu haben!" - oder original übersetzt: Wenn du nur eine Möglichkeit hast, nimm es so hin, verflucht noch mal!"
Anscheinend brauch ich eine Brille, ich erkenne meine Karte nicht mehr...
Und weil ich keine Worte mehr habe, lasse ich das schreiben bis heute Abend oder noch länger!
Zitat aus der Hölle vom 30. August:
Dein Satz von gestern Abend fällt mir ein... "Ich hab dich immer lieb, egal wie weit du weg bist!"
Und die unterstrichene Stelle in deinem "Kleinen Prinzen", auf die du diesen Satz zu mir sagtest: "Wenn einer eine Blume liebt, die es nur ein einziges Mal gibt auf allen Millionen und Millionen Sternen, dann genügt es ihm völlig, dass er zu ihnen hinaufschaut, um glücklich zu sein. Er sagt sich: Meine Blume ist da oben, irgendwo..." Und was sagte ich darauf: "Wenn du den gleichen Himmel sehen kannst wie ich, dann kannst du doch gar nicht so weit weg sein..."
"Wenn du dir bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können."
Und er lachte wieder.
"Und wenn du dich getröstet hast (man tröstet sich immer), wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund haben. Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen. Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen, gerade so, zum Vergnügen... Und deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst. Dann wirst du ihnen sagen: 'Ja, die Sterne, die bringen mich immer zum Lachen!' Und sie werden dich für verrückt halten. Ich werde dir einen hübschen Streich gepielt haben" (Der Kleine Prinz)
Wie wertvoll schien das einst zu sein... *nochimmertraurigvormichhinlächel* Wir schenkten uns Lieder und Zitate... und fühlten uns so sicher.
Ich war eben in der Hölle lesen. Da ist alles noch so gut wie unverändert. Als wäre gar nichts passiert. Wenn ich glücklich tun will, geh ich von nun an in die Hölle.
Tränen laufen. Auf Balkon eine rauchen. Wieder einfrieren.
Online seit 6330 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 18. Mai, 23:26
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